Ford-Chef Mulally: Ford erwartet auch 2011 profitables Wachstum

Ford-Chef Mulally: Ford erwartet auch 2011 profitables Wachstum

von Martin Seiwert

Ford-Chef Alan Mulally hat im Interview bekräftigt, dass der Autohersteller auch im kommenden Jahr profitabel wachsen werde.

„Wir werden dieses Jahr profitabel sein, wir werden einen positiven operativen Cash-Flow aus dem Autogeschäft haben und werden auch 2011 profitabel wachsen“, sagte Mulally.

Ford hat höhere Schulden als die Konkurrenten General Motors und Chrysler, die in Insolvenzverfahren ihre Verschuldung reduzieren konnte. Dennoch sei die Insolvenz kein gangbarer Weg für Ford gewesen, betonte Mulally: „Wer in die Insolvenz geht, ist gescheitert. Jeder verliert dadurch: Die Aktionäre verlieren ihr Geld, die Schuldner ebenso, die Händler verkaufen kaum noch Autos.“

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Mulally sieht in Folge der Insolvenz einen Imageschaden bei GM und Chrysler: „Wer will ein Auto eines insolventen Unternehmens kaufen? Die Kunden wollen nicht nur ein gutes Produkt, sondern auch eine starke Firma dahinter. Es gibt deshalb nichts Schlimmeres, als wenn ein Unternehmen in die Insolvenz geht. Das schädigt den Ruf für lange Zeit. Wir haben deshalb bei Ford einen anderen Weg gewählt: Wir haben selbst zur Stärke zurückgefunden.“

Die Schwäche von GM und auch die Imageprobleme von Toyota infolge von Rückrufaktionen hätten Ford neue Kunden gebracht, erklärte Mulally. „Seit 18 Monaten wächst unser Marktanteil in den USA“, so der Ford-Chef. „Über die Hälfte der hinzugewonnenen Kunden kommen von heimischen Wettbewerbern. Auch die Probleme bei Toyota haben uns Kunden gebracht, keine Frage.“

Mulally rechnet sich in Zukunft bessere Chancen auf dem deutschen Markt aus, weil die Deutschen preisbewusster würden: „Auch in Deutschland spielt das Preis-Leistungsverhältnis zunehmend eine größere Rolle, wie überall auf der Welt. Denn die Menschen wollen nicht unnötig Geld für das Auto ausgeben, aber trotzdem keine Abstriche bei der Qualität machen. Zum Beispiel hatten wir letztes Jahr in Deutschland mit 7,7 Prozent einen der höchsten Marktanteile seit 1999. Bei der General-Motors-Tochter Opel zeigt die Kurve in die andere Richtung. Das wird seine Gründe haben.“

Mulally betonte die wachsende Rolle von Kleinwagen im US-Markt. Das Segment der Klein- und Kompaktwagen werde künftig die Hälfte des US-Marktes ausmachen. „In anderen Ländern ist es noch viel mehr, also 60 Prozent und darüber“, so Mulally. „Das werden wir in den USA nicht erreichen, weil in den USA lange Strecken gefahren werden und die Menschen große Gegenstände transportieren wollen. Aber der Anteil der kleinen Autos wird stark zunehmen.“

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