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Formel-1-Manager Willi Weber: Schumachers Rückkehr ist Millionen wert

von Peter Steinkirchner

Formel-1-Manager Willi Weber über die Rückkehr von Michael Schumacher und die Suche nach Sponsoren.

Willi Weber Quelle: dpa
Willi Weber Quelle: dpa

WirtschaftsWoche: Herr Weber, haben Sie Ihren Flug zum Saisonstart in Bahrain schon gebucht?

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Weber: Ja natürlich, ich fliege am Mittwoch runter. Donnerstag feiere ich Geburtstag, freue mich auf das Training am Freitag und darauf, dass es am Sonntag endlich wieder losgeht.

Sind Sie eigentlich noch Michael Schumachers Manager – zuletzt hieß es, der siebenfache Weltmeister komme ohne Sie klar und habe eine Managerin engagiert?

Michael hat ganz klar gesagt: Der Willi ist und bleibt mein Manager. Dass Pressesprecherin Sabine Kehm von der Schweiz aus inzwischen ebenfalls Managementaufgaben übernimmt, ist dennoch richtig.

Wie lange läuft Ihr Vertrag noch?

Darüber rede ich nicht, aber seien Sie sicher, dass der noch ein Weilchen läuft.

Gilt die Vereinbarung noch, nach der Ihnen 20 Prozent der Einnahmen aus der Schumacher-Vermarktung zustehen?

Ja, das gilt noch.

Welchen wirtschaftlichen Wert hat das Schumacher-Comeback?

Eine Summe zu bilden ist kaum möglich. Aber allein für die Rennstreckenbetreiber dürfte der Wert von Michaels Rückkehr in die Millionen gehen. In den vergangenen Saisons war das Interesse sehr schwach. Jetzt zieht es deutlich an.

Viele Sponsoren haben Sie allerdings für Schumacher bisher nicht begeistern können. Spüren Sie die Auswirkungen der Wirtschaftskrise bis in die Boxengasse?

Warten Sie mal ein paar Tage ab – da kommt noch eine größere Ankündigung. Aber Sie haben Recht, auch für einen Michael Schumacher ist es in diesen Zeiten nicht einfach, Sponsoren zu finden. Das Geld liegt nicht mehr so auf der Straße. Bei uns hat niemand von sich aus an der Tür geklopft und gesagt: Wo kann ich unterschreiben? Man muss Akquise betreiben und Überzeugungsarbeit leisten, dass das Geld bei uns richtig angelegt ist.

Mercedes gibt sich nun als Nationalmannschaft auf vier Rädern – ist das nicht attraktiv für weitere deutsche Marken?

Natürlich ist das interessant, aber die Formel 1 war zuletzt nicht das Umfeld, das Sponsoren gesucht hätten – die Serie litt an einem Negativimage.

Sie meinen wegen der drohenden Spaltung in zwei konkurrierende Rennserien, die bizarren Berichte rund um den früheren Chef des Dachverbands der Autoclubs FIA, Max Mosley, die Anklagen gegen Ex-Renault-Teamchef Flavio Briatore...

Ja, das Bild, das durch diese Dinge entstanden ist, muss man erst einmal korrigieren. Tatsächlich ist die Formel 1 die größte und erfolgreichste Marketingmaschine der Welt.

...eine Veranstaltung, die allerdings mit dem Star von gestern lockt: Schumachers letzter WM-Titel liegt sechs Jahre zurück. Kann „Schumi“ wirklich noch mal siegen?

Wenn zwei Giganten wie Mercedes und Michael aufeinandertreffen, ist es legitim, dass man mit dem Größten rechnet. Schließlich fährt er im besten Team, ist der beste Rennfahrer der Welt und will noch mehr Titel gewinnen.

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6 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 11.03.2010, 15:44 UhrAnonymer Benutzer: Gucumatz

    bei der immer dreister und verzweifelter werdenden Steuer- und Gebührenabgreife und irren Geldverplemperei unserer lieben Volksvertreter in berlin ist kreative Steuerminimalisierung doch mittlerweile erste bürgerpflicht. Auswandern bzw. Wohnsitz im Ausland ist ein effektives und völlig legales Mittel. Sogar unsere demokratischen Volksparteien verschieben ihre schwarzen Parteigelder ins Ausland. Steuergerechtigkeit in Deutschland - da kann man nur lachen.

  • 09.03.2010, 01:06 UhrAnonymer Benutzer: homue

    Einer der sich aus der Solidargemeinschaft verabschiedet und in der Schweiz seine Steuern zahlt, den muss ich mir nicht anschauen. Herr Schuhmacher sollte seinen Pass abgeben

  • 08.03.2010, 21:30 UhrAnonymer Benutzer: Gragham Hill

    Obwohl mir Schumacher menschlich seit jeher unsympathisch ist, kann ich die "Pass abgeben" Debatte nur belächeln. Jedem steht frei Auszuwandern und mit Kartbahn, sowie den Umsätzen die durch ihn in Deutschland erzielt werden, hat er sicherlich bereits schon jetzt mehr Geld dem Fiskus erbracht, als ein Durchnittssteuerzahler in seinem ganzen Leben. Abgesehen davon, weshalb finden diese Forderungen nicht bei den anderen Deutschen Piloten statt? Keiner der 7 wohnt in Deutschland..

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