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Formel-1-Rennstall Williams: "Die Hälfte der Aktien bleibt bei mir"

von Annina Reimann

Der britische Formel-1-Rennstall Williams bringt Aktien bis zu 29 Euro an die Börse. Gründer Williams und Vorstandschef Parr sagen, warum.

Sir Frank Williams (l), Adam Quelle: REUTERS
Sir Frank Williams (l), Adam Parr Quelle: REUTERS

WirtschaftsWoche: Meine Herren, haben Sie keinen Investor gefunden, der bis zu 25,7 Prozent Ihrer Anteile kauft?

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Williams: Wir bekommen oft Angebote. Vor einigen Jahren schlug ich eins von BMW aus.

Parr: Strategische Investoren wollen Kontrolle, die bieten wir nicht.

Mitgründer Patrick Head reduziert seinen Anteil von 23,5 auf 5,8 Prozent. Wieso?

Williams: Ein Grund ist ein Junge, einer ein Mädchen. Er will seine Kinder versorgen und in den Ruhestand gehen.

Parr: Die Gründer Williams und Head haben Toto Wolff als Nachfolger gefunden. Er ist Geschäftsmann und war Rennfahrer. Die Chemie stimmt. Wir einigten uns auf den Börsengang.

Wieso die Börse Frankfurt und nicht London?

Parr: Im Entry Standard bilanzieren wir nach dem Standard UK GAAP. Unter dem Standard IFRS in London müssten wir Details jedes Vertrags offenlegen, der mehr als zehn Prozent des Umsatzes ausmacht. Das ist vertraulich.

Herr Wolff stockte seinen Anteil auf 16,3 Prozent auf und gibt bei einer Überzeichnung Aktien ab: Macht das Sinn?

Parr: Williams gibt Anteile ab, möchte aber über 50 Prozent halten. Wir aber mussten 25 Prozent zusammenbringen, um genügend Liquidität für den Handel zu schaffen.

Herr Williams, planen Sie Anteile zu versilbern...

Williams: Ich bleibe, bis ich tot umfalle. Und dann erbt meine Frau.

...oder Geld über den Kapitalmarkt aufzunehmen?

Parr: Diese Absicht haben wir nicht, denn dann fiele Williams Anteil unter 50 Prozent.

Seit 2001 kommen jährlich 40 Millionen Pfund über Sponsoren in die Kasse. Woher kommen die geplanten 25 bis 30 Prozent Dividende?

Parr: Williams hat so schon oft Dividende bezahlt.

Die Erlöse fielen in den ersten zehn Monaten 2010 von 87,2 auf 74,2 Millionen Pfund. Wie ändern Sie das?

Parr: Enthalten ist der Verlust aus dem Startup Williams Hybrid Power, das Energiespeicher baut. Wir müssen es profitabel machen und neue Sponsoren finden. Die Wirtschaft ist wieder angesprungen, und Firmen fangen wieder an zu sponsern.

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1 KommentarAlle Kommentare lesen
  • 12.02.2011, 11:29 UhrDummschulde Deutschland

    Der denkt auch mit den Deutschen kann man es machen,
    mag man es ihm verdenken ?

    Er folgt einfach den Pfaden von bernie Ecclestone.
    Den Pfaden wie man den deutschen Suffkopf von seiner Last von etwa 1 Mrd erleichtert.

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