Formel 1: Schumi-Manager rechnet mit besserer Quote

Formel 1: Schumi-Manager rechnet mit besserer Quote

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Mercedes-Pilot Michael Schumacher im freien Training

von Peter Steinkirchner

Willi Weber, seit mehr als 20 Jahren Manager des Formel 1-Rückkehrers Michael Schumacher, peilt neben bessern TV-Quoten auch mit dem Nachwuchsfahrer Nico Hülkenberg den Weltmeistertitel an.

Willi Weber, Manager des Formel-1-Rückkehrers Michael Schumacher, peilt nun auch mit dem Nachwuchsfahrer Nico Hülkenberg Weltmeistertitel an. Im Gespräch mit der WirtschaftsWoche sagte Weber: „Wir haben natürlich vor, zusammen den Weltmeistertitel zu holen.“ Der 22-jährige Hülkenberg startet am Sonntag für das Williams-Team beim Rennen in Bahrain in seine erste Formel-1-Saison.

Hülkenberg sei ein „super Junge“, sagte Weber, der vor mehr als 20 Jahren den späteren siebenfachen Weltmeister und Rekord-Halter Michael Schumacher entdeckt und gefördert hatte. Hülkenberg habe das Zeug, „mal ein ganz Großer zu werden“. Man müsse ihm jetzt die Zeit zum Lernen geben, sagte Weber über das langfristig angelegte Projekt Titelgewinn.

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Weber betreut den gelernten Speditionskaufmann Hülkenberg bereits seit Ende 2006. Damit steht auch für Weber fest: „Ich bleibe der Formel 1 noch eine Weile erhalten“.

Sechs aus 24: Deutsche in den Cockpits

Formel-1-Rennfahrer Nico Quelle: dpa

Formel-1-Rennfahrer Nico Hülkenberg

Bild: dpa

Hülkenberg ist einer von sechs deutschen Piloten in dieser Saison - so viele wie noch nie.  Damit sitzt in jedem vierten der 24 Rennwagen, die bei den 19 Rennen an den Start gehen, ein Deutscher. Kein Wunder, dass Weber hohe Einschaltquoten für die Fernsehübertragungen der Rennen erwartet: „Ich erwarte mehr als zehn Millionen Zuschauer für die Rennen.“

Offen ist allerdings, ob Weber mit seinem Optimismus nicht daneben liegt. Denn seit Michael Schumachers Abschied vom Rennsport vor drei Jahren sanken die Einschaltquoten immer weiter - im Schnitt schauten pro Rennen nur noch gut fünf Millionen Zuschauer zu. Ob sich diese Zahl nun auf einen Schlag verdoppelt, scheint trotz des Comebacks mehr als fraglich.

Zehn Millionen Zuschauer versammelte Schumacher im Schnitt vor zehn Jahren vor dem Fernsehschirm, was "RTL" Marktanteile von weit über 50 Prozent bescherte. Ein vorerst letzter Höhepunkt dann Schumachers letztes Rennen im Jahr 2006: Da schalteten 13,44 Millionen Fans zu, was dem Sener zugleich zu prächtigen Werbeeinahmen verhalf. 117.000 Euro mussten Werbekunden damals für einen 30 Sekunden langen Werbespot auf den Tisch des Hauses legen.

Zum Vergleich: Wenn die Boliden in diesem Jahr ihre Runden drehen, liegt der höchste Spotpreis beim Rennen in Brasilien bei 93.000 Euro. Das findet Anfang November statt, dem vorletzten Renntag der Saison. Von Schumachers - und in gewissem Maße auch Hülkenbergs - Erfolgen hängt es nun ab, ob die Werbesekunden den horrenden Preis wirklich wert sind.

Schumachers eigener Renn-Overall jedenfalls scheint als Werbefläche noch längst nicht so begehrt zu sein wie früher: Auch kurz vor dem ersten Rennen hat Weber, der sich seit Schumachers Rückkehr auf die Rennstrecke nur noch um dessen Sponsoring- und Merchandising-Geschäfte kümmert, noch nicht den zuletzt angekündigten neuen Sponsor an Bord.

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