Formfehler?: Anwälte wollen Prozess gegen Ex-WestLB-Chef stoppen

Formfehler?: Anwälte wollen Prozess gegen Ex-WestLB-Chef stoppen

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Der ehemalige Vorsitzende der im Gerichtssaal des Langerichts Düsseldorf. Sengera muss sich wegen Untreue in einem besonders schweren Fall vor der Wirtschatfsstrafkammer verantworten. Ihm wird vorgeworfen, ohne ausreichende Risikopruefung einen Kredit in Hoehe von 1,3 Milliarden Euro an die britische Firma Boxclever vergeben zu haben

Die Anwälte des ehemaligen WestLB-Chef Jürgen Sengera wollen den Prozess gegen den der schweren Untreue Angeklagten wegen angeblicher Formfehler platzen lassen.

Sie beantragten heute die Einstellung des Verfahrens vor dem Düsseldorfer Landgericht, da für den Prozess zentrale Dokumente nicht übersetzt worden seien und die Anklageschrift wesentliche Mängel habe. Die Staatsanwaltschaft, die Sengera vorwirft, durch undurchsichtige Kreditgeschäfte bei der WestLB einen Schaden von über 400 Millionen Euro verursacht zu haben, wies die Vorwürfe zurück. Die Kammer muss nun entscheiden, ob der Prozess fortgesetzt werden kann.

Die Staatsanwaltschaft wirft Sengera in der Anklage Pflichtverletzung bei der Vergabe eines hohen Kredits an den britischen Fernsehgeräte-Verleiher Boxclever vor. Sengera habe den Kredit, den die damalige Star-Investmentbankerin Robin Saunders eingefädelt hatte, nur unzureichend geprüft und der WestLB damit einen Schaden von 427 Millionen Euro zugefügt. Ob Saunders als Zeugin in Düsseldorf aussagt, ist nach Angaben von Staatsanwalt Nils Bußee noch unklar.

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Sengera hatte im Juni 2003 bei der WestLB den Hut genommen, nachdem ihm die Anteilseigner wegen der verlustreichen Geschäfte in Großbritannien das Vertrauen entzogen hatten.

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