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Frank Appel: Post-Chef fordert Recht auf Portoerhöhungen

von Christian Schlesiger und Roland Tichy

Der Chef der Deutschen Post DHL, Frank Appel, fordert ein Ende der Preisregulierung im Briefbereich und damit ein Recht der Post auf Portoerhöhungen.

„Wir müssen Mehrwertsteuer zahlen, der Mindestlohn ist gefallen. Nun ist es an der Zeit, dass wir die Preise wie jedes Unternehmen marktgerecht gestalten dürfen“, sagte Appel der WirtschaftsWoche. Die Post habe „seit 14 Jahren die Preise nicht erhöht“.

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Appel betonte: „Wir liegen bei den Portopreisen europaweit im unteren Mittelfeld. Berücksichtigt man die Kaufkraft der Bürger, bieten wir in Deutschland fast die niedrigsten Porti für die Zustellung nationaler Briefe an.“ Dennoch habe die Post noch nicht entschieden, ob sie eine Portoerhöhung beim Regulierer beantrage: „Ob wir das dann am Ende auch tun, ist eine andere Frage. Das hängt auch vom Wettbewerb ab.“

Appel bestätigte die Ziele für 2011, wonach der Konzern einen operativen Gewinn vor Zinsen und Steuern von 2,2 bis 2,4 Milliarden Euro erzielen will. „Wir sind auf Kurs und halten an den Zielen fest“, sagte Appel vor dem Hintergrund des ersten Quartals, deren Ergebnisse das Unternehmen diese Woche veröffentlichen wird.

5 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 08.05.2011, 18:03 UhrAnonymer Benutzer: WiWoWast

    Die meisten briefe lassen sich durch eMails oder Fax ersetzen. bei geschäftlicher oder behördlicher Korrespondenz geht es nicht immer. Privat als aktuelles beispiel Muttertag: die persönliche Anwesenheit ist gefordert! Wér das nicht will oder kann, wird durch eine Portoerhöhung sicher nicht arm werden.
    Wer die Post um die Gewinne beneidet, könnte sich ja am Unternehmen beteiligen.

  • 08.05.2011, 15:30 UhrAnonymer Benutzer: Pedro

    Wie Appel die Kaufkrauft der bürger bemisst ist wohl sein Geheimnis. Abgesehen davon das die Post sich mit dem E-brief (hier ist die Entwicklung nur halbherzig) gerade selber Konkurrenz macht.

  • 08.05.2011, 03:14 UhrAnonymer Benutzer: Ghost

    Die Post macht wieder Mia.-Gewinne u. möchte dennoch das Porto erhöhen mit Verweis auf die "Kaufkraft" hierzulande!?

    Sorry, aber welche "Kaufkraft"? Die hiesige im Vergleich zu -mmmh - Mazedonien vielleicht? Mittlerweile ist kein Argument mehr armselig genug, um irgendwo Preise, Abgaben, Gebühren, Steuern zu erhöhen.

    Die obersten 10%-20% der Einkommenbezieher interessiert die Höhe des Portos nicht im Geringsten. Der Rest schaut, wie er die vorgenannten Erhöhungen kompensieren kann.

    Kaufkraft - lächerlich, Herr Appel. ihnen ist wohl ihr bonus schlichtweg zu gering, oder!?

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