Frankreich: Trauben-Ernte für Champagner wird massiv begrenzt

Frankreich: Trauben-Ernte für Champagner wird massiv begrenzt

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Trauben-Ernte

Der Champagner dürfte in diesem Jahr besonders gut werden. Doch da der Absatz einbricht, ernten die Winzer weniger und wollen so die hohen Preise halten.

Die Lese in den Weinbergen der Champagne läuft auf Hochtouren, schon heißt es beim Champagnerverband: „Noch nie haben wir so perfekte Trauben gesehen.“ 2009 verspricht, ein großer Jahrgang zu werden. Dennoch ist die Stimmung in der Region verheerend. Um 19 Prozent brachen die Verkäufe im ersten Halbjahr ein. Die Ausfuhren sanken wertmäßig sogar um 40 Prozent, vereinzelt um 60 Prozent.

Betroffen sind vor allem die Top-Qualitäten. Während des 15 Jahre dauernden Booms hatten Hersteller wie LVMH, Pernod-Ricard (Perrier-Jouet, Mumm) oder Laurent-Perrier zunehmend auf Spitzenprodukte gesetzt wie Rosé- und Jahrgangs-Champagner sowie Spezial-Cuvées à la Cuvée Belle Epoque für bis zu 1000 Euro die Flasche, um möglichst hohe Preise zu erzielen.

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Preiseinbrüche verhindern

Genau solche Produkte lassen Briten, Amerikaner und Japaner, die besonders champagnerverrückt waren, nun liegen. Um allzu starke Preiseinbrüche zu verhindern, wird die Erntemenge drastisch gesenkt: von 13.000 Kilogramm Trauben pro Hektar im letzten Jahr auf nur noch 8000 Kilogramm in diesem. Die Reduzierung erfolgt vor allem auf Betreiben der großen Champagnerhäuser, die überwiegend exportieren und die Trauben größtenteils bei unabhängigen Winzern kaufen.

Im französischen Handel häufen sich die Champagner-Sonderangebote.

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