Führungswechsel: Zäsur bei Evonik: Müller tritt zurück

Führungswechsel: Zäsur bei Evonik: Müller tritt zurück

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Noch-Evonik-Chef Werner Müller

Überraschender Fürhrungswechsel beim Industriekonzern Evonik: Vorstandschef Werner Müller tritt zum Jahresende zurück. Nachfolger soll der jetzige Chef der Chemiesparte, Klaus Engel, werden.

Das Aufsichtsratspräsidium habe Müllers Bitte um eine vorzeitige Auflösung seines Vertrages zum 31. Dezember zugestimmt, teilte Evonik mit.

Müllers Nachfolger solle auf Vorschlag des Aufsichtsratspräsidiums Klaus Engel werden, der Chef der Chemie-Sparte von Evonik. Der Aufsichtsrat solle am 16. September darüber entscheiden.

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Der 62-jährige Müller sagte, er wolle gehen, „wenn es am schönsten ist“. „Die vergangenen fünf Jahre bei RAG und sodann Evonik waren für mich die größte Herausforderung meines Berufslebens“, bilanzierte Müller.

Der Vertrag des 62 Jahre alten Ex-Bundeswirtschaftsministers Müller läuft eigentlich noch bis 2011. Er wolle die Vorbereitung des Börsengangs aber bereits dem Nachfolger überlassen, damit dieser beim Amtsantritt keine von anderen gestaltete Lösung vorfinde, hieß es. Hinzu kämen persönliche Gründe nach 40 Jahren in Führungspositionen mit hohem Arbeitsaufwand.

Klaus Engel

Klaus Engel

„Eine Aufgabe (...) ist in den Händen desjenigen am besten aufgehoben, der später auch für die Ergebnisse geradesteht“, begründete Müller sein vorzeitiges Ausscheiden. Die aus der RAG hervorgegangene Evonik solle zwischen 2011 und 2013 an die Börse gehen, erklärte Müller seinen Mitarbeiter.

Müller hatte das Stiftungsmodell vorgelegt, mit dessen Hilfe der Ausstieg aus dem subventionierten Steinkohlebergbau besiegelt wurde. Die Milliarden-Einnahmen aus Anteilsverkäufen an Evonik sollen nach dem Modell für die Folgekosten des deutschen Steinkohlebergbaus eingesetzt werden, der unter dem Dach der RAG-Stiftung gebündelt ist.

Durchsetzungsstarker Nachfolger

Seinen Posten als Chef des Aufsichtsrats der Deutschen Bahn will Müller behalten.

Der Chemiker Engel gilt als durchsetzungsstarker und pragmatischer Mann des Ruhrgebiets. Der gebürtige Duisburger hatte sich mit der geräuschlosen und erfolgreichen Integration des Spezialchemieunternehmens Degussa in den RAG-Konzern für den Spitzenjob qualifiziert.

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