Fusionsverfahren: Kartellamts-Entscheidung: Plus darf künftig zu Edeka gehören

Fusionsverfahren: Kartellamts-Entscheidung: Plus darf künftig zu Edeka gehören

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Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub

Das Bundeskartellamt hat grünes Licht für die Fusion der Discount-Ketten Plus und Netto gegeben. Allerdings stellten die Wettbewerbshüter Bedingungen auf, die vor einem Zusammenschluss erfüllt werden müssen.

Der Plus-Mutterkonzern Tengelmann muss knapp 400 der insgesamt 2900 Plus-Märkte in Deutschland verkaufen, wie die Behörde heute in Bonn mitteilte. Nur wenn sich nachweislich kein Erwerber für einen Markt findet, dürfe dieser geschlossen werden. Das sei nur in wenigen Einzelfällen möglich. Dagegen genehmigte das Bundeskartellamt ein Einkaufskooperation zwischen der Netto-Mutter Edeka und der Tengelmann-Supermarktkette Kaiser's nicht. Tengelmann werde sich andere Partner für die Warenbeschaffung seiner Supermarktkette suchen müssen. Durch den Zusammenschluss von Netto und Plus entsteht ein dritter großer Discounter neben Aldi und Lidl im deutschen Handel.

Somit kann Tengelmann-Patriarch Karl-Erivan Haub, 48, aufatmen. Er hatte sein Bestes gegeben, um den Verkauf seines Discounters Plus an die Handelskette Edeka zu retten. Er ließ Gutachten erstellen, heuerte die Berliner PR-Truppe Pleon an und sprach persönlich beim Bundeskartellamt vor, um die Bedenken der Behörde gegen die geballte Marktmacht von Edeka zu zerstreuen. Der Einsatz hat sich jetzt gelohnt. Dennoch dürfte Haub erleichtert sein. Die Plus-Umsätze schwächeln, und das Filialnetz muss dringend modernisiert werden – doch dafür fehlt das Geld.

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