Fußball: Bundesliga: Wir brauchen höhere Einnahmen

Fußball: Bundesliga: Wir brauchen höhere Einnahmen

Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) sieht ernste Probleme auf die Fußball-Bundesliga zukommen, sollte die DFL mit ihrer Klage gegen das Bundeskartellamt scheitern, dass die Zentralvermarktung der Fernsehrechte im Juli 2008 gestoppt hatte.

„Wir brauchen Klarheit über die TV-Einnahmen, denn bleibt es beim Status quo, wäre das Erlösmodell der Liga gefährdet“, sagte DFL-Chef Christian Seifert der am Montag erscheinenden WirtschaftsWoche. „Und das hätte fatale Folgen für den gesamten deutschen Fußball, denn der Profifußball ist für den Amateursport systemrelevant. Deshalb haben wir den Rechtsweg eingeschlagen und suchen andererseits verstärkt den Dialog mit der Politik.“ Der Profisport sei ein Wirtschaftsfaktor „mit Abstrahleffekten in zahlreiche Richtungen“, so Seifert. „Da darf es nicht sein, dass die Politik, und sei es nur aufgrund fehlender Informationen, eine Wachstumsbranche nicht nur bremst, sondern einen positiven Trend sogar umkehrt.“

Von der Politik fordert die DFL deutlich bessere Rahmenbedingung und unter anderem die Zulassung privater Wettanbieter sowie bessere steuerliche Regelungen für internationale Fußball-Profis. So sollte die Politik „die Handhabung der Quellensteuer bei internationalen Wettbewerben oder Spielertransfers überdenken“, fordert Seifert. „Absurde Folgen hat auch der geltende Glücksspielstaatsvertrag, der die staatlichen Anbieter schützt und private aus dem Markt drängt. Vereine, die Verträge etwa mit Wettveranstaltern wie bwin hatten, mussten die lösen – dabei laufen Spiele von Inter Mailand oder Real Madrid, die für bwin werben, hier auch im Fernsehen, und das stört niemanden. Alle Profiligen verlieren durch diese auch aus EU-Sicht fragwürdige Praxis Millionen. Das alles sind standortspezifische Themen, die es erheblich erschweren, das Erfolgsmodell Bundesliga aufrechtzuerhalten.“

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Die Bundesliga müsse von der Politik die Chance bekommen, ihre wirtschaftliche Basis zu verbreitern, wolle sie auf Dauer erfolgreich bleiben. „Die Bundesliga schafft 35.000 Arbeitsplätze und führt in der Summe 660 Millionen Euro Steuern und Abgaben ab – wir sind keine Spaßtruppe. Dank der Bundesliga ist der DFB der einzige Spitzensportverband, der ohne staatliche Unterstützung auskommt. Wenn das so bleiben soll, müssen auch die Voraussetzungen für weiteres Wachstum geschaffen werden.“

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