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Fußball: Gala ohne DFB-Stars - „MV“ fand es nicht gut

Gerhard Mayer-Vorfelder grübelt im Juni auf einer Pressekonferenz.
Gerhard Mayer-Vorfelder grübelt im Juni auf einer Pressekonferenz.

dpa DüSSELDORF. DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder hat deutliche Kritik am Fehlen der deutschen Nationalspieler bei der Gala „Zidane and Friends“ gegen „Ronaldo and Friends“ in Düsseldorf geübt. „Ich habe mit Teammanager Oliver Bierhoff telefoniert und ihm gesagt, dass ich das nicht gut fand, dass das abgesagt wurde“, sagte Mayer-Vorfelder. Doch gleichzeitig versuchte der DFB-Chef, die Abwesenheit der heimischen Stars zu entschuldigen: „Die hatten eine Verabredung zwischen den Vereinen und der Nationalmannschaft, dass sie ab dem 21. Dezember 14 Tage in den Urlaub gehen.“ Internationale Stars wie Brasiliens Weltmeister Rivaldo oder Amerikas „Wunderknabe“ Freddy Adu hatten für das Benefiz-Spiel zu Gunsten des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (Undp) weite Anfahrtswege auf sich genommen. Mit 4:2 siegte schließlich Zinedine Zidanes „Weltauswahl“ durch Tore von Diego Tristan (9./26. Minute), Dimitar Berbatow (68.) und Comedy-Star Oliver Pocher (90.); für die „Ronaldos“ trafen Phillip Cocu (41.) und Aboutarika (82.). Die ebenfalls eingeladenen deutschen Profis Lukas Podolski, Kevin Kuranyi, Andreas Hinkel und Bernd Schneider waren auf ausdrücklichen Wunsch von Bundestrainer Jürgen Klinsmann dem Spiel für den guten Zweck ferngeblieben. Auch Zidane, gemeinsam mit Ronaldo Initiator des „Match against Poverty“, war von der Absage der DFB-Elite enttäuscht. „Ich glaube, dass die deutschen Nationalspieler sehr froh gewesen wären, wenn sie bei dieser Wohltätigkeitsveranstaltung hätten mitmachen können“, sagte der dreimalige Weltfußballer des Jahres. Die 48 783 Zuschauer in der Düsseldorfer LTU-Arena ließen sich am Donnerstagabend die gute Laune jedoch nicht verderben. Vor allem Comedian Oliver Pocher wurde für seine Slapstick-Einlagen von den größtenteils jungen Fans mit Sprechchören gefeiert. Ein unvergessliches Erlebnis war das Stelldichein der Stars auch für Jungprofi Nuri Sahin von Borussia Dortmund. „Es war schön, mit Weltklasse-Profis wie Ronaldo und Zidane zu spielen. Ich habe mein Trikot von allen Spielern unterschreiben lassen“, sagte der 17 Jahre alte Türke voller Stolz. Das „Spiel gegen die Armut“ fand bereits zum dritten Mal statt. Beim Debüt 2003 gastierten die Weltstars in Basel, im vergangenen Jahr in Madrid. Bei beiden Partien kamen jeweils rund 700 000 Euro für Undp-Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika zusammen. Für Düsseldorf liegen noch keine Zahlen vor.

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