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Fußball: Mark van Bommel schießt Bayern an die Spitze

Van Buyten (M) und Ottl (r) von Bayern im Zweikampf gegen Aachens Dum (l). FOTO: dpa
Van Buyten (M) und Ottl (r) von Bayern im Zweikampf gegen Aachens Dum (l). FOTO: dpa

dpa MüNCHEN. Neuzugang Mark van Bommel hat Titelverteidiger Bayern München erstmals in dieser Saison an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga geschossen. Mit seinem zweiten Treffer im zweiten Bundesliga-Spiel (54. Minute) sicherte der Niederländer dem deutschen Rekordmeister einen hart erkämpften 2:1 (1:1)-Erfolg gegen Alemannia Aachen. Der mutig aufspielende Aufsteiger war durch einen Freistoß von Sascha Dum sogar in Führung gegangen (38.). Claudio Pizarro (39.) hatte jedoch postwendend für die Bayern ausgeglichen, die zumindest bis Sonntag die Tabellenführung übernahmen. „Es ist schön, wenn man das Siegtor schießt“, sagte van Bommel, aber man könne lediglich „mit den drei Punkten zufrieden“ sein. Auch Trainer Felix Magath sprach von einem „Pflichtsieg“, der vier Tage vor dem Champions-League-Spiel bei Inter Mailand sehr wichtig gewesen sei. „Jetzt können wir beruhigt nach Mailand fahren“, sagte Magath. Eine Woche nach der 1:2-Niederlage in Bielefeld konnte die Bayern erneut nicht überzeugen, aber es reichte wenigstens zum 45. Sieg im 69. Oktoberfest-Heimspiel. Im Drei-Mann-Angriff durfte wieder Roy Makaay für Nationalspieler Lukas Podolski ran - das ersehnte Tor gelang dem Niederländer in seinem 100. Bundesliga-Spiel aber nicht. Zum Hauptdarsteller wider Willen geriet in der ersten Hälfte jedoch Schiedsrichter Markus Schmidt. Erstmals für Aufregung in der ausverkauften Allianz Arena sorgte der 33-jährige Stuttgarter, als er einem Kopfball-Tor von Pizarro die Anerkennung verweigerte, weil sich Daniel van Buyten zuvor im Kopfballduell aufgestützt hatte (23.). Nachdem Ex-Nationaltorhüter Oliver Kahn mit einem großartigen Reflex einen Kopfball des Aacheners Marius Ebbers pariert hatte (38.), trat Schmidt noch mehr in Erscheinung. Einen Rempler von Willy Sagnol an Dum ahndete er mit Freistoß. Den Schuss des Gefoulten aus 17 Metern fälschte Lucio unhaltbar für Kahn ins Münchner Tor. Beim postwendenden Ausgleich von Pizarro übersah der Schiedsrichter dann, dass der Peruaner vor seinem Kopfball seinen Gegenspieler umstieß. Schließlich hatte der kurz zuvor verwarnte Lucio großes Glück, dass er nach einem Gerangel mit Aachens Torjäger Jan Schlaudraff, dem er einen Schlag versetzte, nicht vom Platz gestellt wurde (43.). Schmidt begnügte sich mit einer Gelben Karte für Schlaudraff. „Ich bekomme einen Schlag ins Gesicht“, klagte der Aachener Lucio an. „Es gab ein paar Schlüsselszenen, die nicht zu unseren Gunsten abliefen“, meinte Schlaudraff und übte unverhohlen Kritik am Schiedsrichter. Nach der Pause beherrschten wieder die Akteure das Geschehen. Nationalspieler Philipp Lahm eröffnete mit einem Distanzschuss an die Latte die beste Phase der Bayern (48.). Sechs Minuten später setzte Lahm van Bommel ein, und der Niederländer überwand Aachens Torwart Kristian Nicht mit einem Flachschuss aus 22 Metern. „Das war ein trockener, aber nicht unhaltbarer Schuss“, kommentierte Aachens Trainer Michael Frontzeck den Siegtreffer. Pizarro hatte nach Zuspiel des aufdrehenden van Bommel das vorentscheidende 3:1 auf dem Fuß, aber der Peruaner verfehlte das Aachener Tor (60.). So blieb die Partie spannend - und Aachen hatte großes Pech, dass das Schiedsrichter-Gespann den eingewechselten Emil Noll bei seinem Kopfball-Tor zu Unrecht im Abseits wähnte (77.).

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