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Fußball Nationalmannschaft: DFB-Elf leistet gegen USA Wiedergutmachung

79 Tage vor dem WM-Start ist der deutschen Nationalmannschaft trotz einiger Anlaufschwierigkeiten der erhoffte Befreiungsschlag geglückt. Nach einer deutlichen Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit gewann die Elf von Bundestrainer Jürgen Klinsmann in Dortmund gegen die ersatzgeschwächte Auswahl der USA 4:1 (0:0) und rehabilitierte sich damit im letzten Testspiel vor der Nominierung der 23 WM-Kandidaten am 15. Mai für das 1:4-Debakel vor drei Wochen in Italien. Schweinsteiger bricht den Bann Die eingewechselten Bastian Schweinsteiger (46.) und Oliver Neuville (73.) brachten die deutsche Elf nach der Pause mit 2:0 in Führung, Miroslav Klose (75.) und Kapitän Michael Ballack (79.) sowie auf der Gegenseite der Hannoveraner Steven Cherundolo (85.) besorgten den Endstand. Damit führte ausgerechnet Bastian Schweinsteiger, dessen Flanke 45 Sekunden nach seiner Einwechslung zu Beginn der zweiten Halbzeit an Freund und Feind vorbei ins US-Tor geflogen war, die DFB-Elf nach dem Wirbel um seine Person im Zusammenhang mit dem Wettskandal auf die Siegerstraße zurück. In der ersten Halbzeit war die Klinsmann-Auswahl allerdings vieles schuldig geblieben. Die deutsche Mannschaft begann zwar mit wesentlich mehr Ordnung und Engagement als beim 1:4 in Florenz, doch nach einer guten Anfangsviertelstunde und Chancen von Lukas Podolski (6.) und Ballack (12.) lief kaum noch etwas zusammen. Die Gäste kamen besser ins Spiel, ohne aber zunächst die zuletzt stark gescholtene deutsche Abwehr ernsthaft in Bedrängnis bringen zu können. Allenfalls einige kleine Abstimmungsprobleme fielen in der DFB-Deckung auf, die mit den zahllosen schweren Patzern beim Debakel in Italien nicht zu vergleichen waren. Pfiffe noch zur Pause Allerdings wurden die Offensivaktionen der deutschen Mannschaft nach der guten Anfangsviertelstunde immer statischer, so dass die Partie verflachte. Die 64 500 Zuschauer verabschiedeten die Gastgeber mit einem Pfeifkonzert in die Kabine. Die befürchtete "Anti-Klinsmann-Stimmung" war allerdings von Beginn an ausgeblieben. Die Dortmunder Fans hatten die deutsche Mannschaft mit tosendem Applaus begrüßt, den nach der Ausbootung des Dortmunder Innenverteidigers Christian Wörns in die Kritik geratenen Klinsmann bedachten die BVB-Fans mit keinerlei außergewöhnlichen Reaktionen. Nach der Pause wurde die Stimmung nach dem schnellen 1:0 dann auch schlagartig besser. Nachdem das US-Team seine größte Chance verpasst hatte - Kahn entschärfte einen Kopfball von Cory Gibbs in der 66. Minute in Klassemanier - brachen bei den Gästen alle Dämme. Neuville mit einem sehenswerten Volleyschuss aus 16 Metern, Ballack per Kopf nach Flanke von Klose und der Bremer Angreifer selbst sorgten für eine 4:0-Führung. Der Anschlusstreffer durch den Hannoveraner Steven Cherundolo war nur noch Makulatur.

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© SID



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