
dpa GELSENKIRCHEN. Schützenfest auf Schalke: Nach zwei „Nullnummern“ nacheinander hat der FC Schalke 04 den erhofften Befreiungsschlag geschafft und sich im Kampf um die Champions-League-Plätze zurückgemeldet. Der Revierclub besiegte im torreichsten Bundesliga-Spiel seit 1982 Bayer Leverkusen mit sage und schreibe 7:4 (3:1). Vor 61 524 Zuschauern in der ausverkauften Veltins-Arena eröffnete Sören Larsen bereits in der 9. Minute das ungewöhnliche Torfestival. Die weiteren Treffer für die „Königsblauen“ erzielten Mladen Krstajic (17.), Slatan Bajramovic (34.), Kevin Kuranyi (55.), erneut Larsen (63.), Lincoln (76.) und Gerald Asamoah (81.). Auch die Gäste aus Leverkusen beteiligten sich in dem völlig verrückten Bundesliga-Spiel am munteren Toreschießen. Andrej Woronin (40./64.), Dimitar Berbatow (50.) und Jacek Krzynowek (70.) bezwangen die bis dato beste Abwehr der Liga, die in 20 Spielen erst zwölf Gegentore kassiert hatte. „Ich hätte gern weniger Tore kassiert. Wir haben die ersten 25 Minuten völlig verschlafen und bis zum 0:3 Pate gestanden. Ganz toll finde ich, dass meine Mannschaft bis zum 4:6 alles versucht hat. Wir haben einen positiven Beitrag dazu geleistet, dass es ein denkwürdiges Spiel wurde“, sagte Leverkusens Trainer Michael Skibbe. Schalkes Coach Mirko Slomka freute sich noch mehr über den „erlebnisreichen Nachmittag“: „Wir haben sieben Tore erzielt. Das ist im Vergleich zu den letzten beiden Spielen eine ganze Menge.“ Skibbe vertraute der selben Elf, die 4:0 gegen den VfL Wolfsburg gewonnen hatte. Bei Schalke rückte der zuletzt Gelb-gesperrte Christian Poulsen wieder ins Team. Zudem bot Slomka erstmals in diesem Jahr für Kapitän Ebbe Sand dessen dänischen Landsmann Larsen auf. Der Angreifer, der in den Vorwochen mit der Jokerrolle zufrieden sein musste, führte sich auch sofort prächtig ein. Bereits mit dem ersten gut vorgetragenen Angriff setzte sich Larsen gegen Bayer-Abwehrchef Carsten Ramelow durch und ließ auch dem herauseilenden Torwart Jörg Butt keine Chance. Im Gegenzug musste Marcelo Bordon bei einem Athirson-Schuss auf der Linie klären. Mit der 1:0-Führung im Rücken zeigte sich der Revierclub auch spielerisch stark verbessert und erhöhte kurz darauf durch einen schönen Direktschuss von Krstajic. Nachdem Bajramovic (34.) nach schönen Rafinha-Flanke mit seinem ersten Tor für Schalke sogar auf 3:0 erhöht hatte, schien die Partie entschieden. Doch kurz vor der Pause verkürzte Woronin mit seinem fünften Saisontor auf 1:3. Auch nach dem Seitenwechsel saß fast jeder Schuss. Zunächst sorgte Berbatow mit dem Leverkusener Anschlusstreffer zum 2:3 für Spannung, ehe Schalkes Stürmer Kuranyi seine lange Durststrecke beendete. Nach 604 Bundesliga-Minuten traf der Ex-Stuttgarter erstmals wieder ins Netz. Den für ihn erlösenden Treffer verdankte er allerdings Butt, der bei dem Aufsetzer aus 25 Metern eine schlechte Figur machte. In dem für die Zuschauer äußerst attraktiven Spiel ging das muntere Toreschießen weiter. Larsen mit seinem zweiten Treffer sowie Woronin, Krzynowek, Lincoln und Asamoah sorgten für Torjubel im Minutentakt.





















