Gasversorger: Gasag greift mit Kampfpreisen RWE an

Gasversorger: Gasag greift mit Kampfpreisen RWE an

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Gasag: Preisliche Kampfansage an RWE

Der Chef des Berliner Gasversorgers Gasag Andreas Prohl will mit Kampfpreisen den Heimatmarkt des Essener Versorgers RWE aufmischen.

Bisher dominierte der Essener Versorger RWE nahezu unangefochten den nordrhein-westfälischen Gasmarkt. Diese Zeiten könnten nun bald vorbei sein. Mit Kampfpreisen will Andreas Pohl, Chef des Berliner Gasunternehmens Gasag, jetzt RWE angreifen. Das Angebot, das die Berliner von Oktober an unter der Discount-Marke Bärengas in Essen und 24 weiteren Ruhrgebietsstädten machen wollen, soll stets fünf Prozent unter dem ortsüblichen Gaspreis liegen.

Der Rivale RWE, der über Beteiligungen an Stadtwerken rund 450.000 Haushalte mit Gas beliefert, sieht den Vorstoß als Kampfansage. Dabei ist die Ruhr-Offensive von Pohls Gasag nur eine Flucht nach vorn.

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Der Berliner Versorger – zu je einem Drittel im Besitz von Vattenfall, der Stadtwerkebeteiligung Thüga und dem französischen Energiekonzern Gaz de France – hat in den vergangenen Monaten in Berlin 30.000 Haushalte an den Newcomer Nuon verloren.

Die Zahl der Gasag-Kunden schrumpfte damit auf 620.000. Dabei ist der Wettbewerb auf dem Gasmarkt überschaubar. Seit der Liberalisierung hat nur jeder 100. Gaskunde seinen Versorger gewechselt, obwohl es 16 neue Gas-Marken im deutschen Markt gibt.

Mit der 17. Marke startet RWE den Gegenangriff auf die Berliner. Die RWE-Billig-Marke Eprimo – bisher Stromlieferant – soll ab Herbst auch Erdgas anbieten.

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