Kommentare zu: Finanzkrise erreicht HSH Nordbank

zum Artikel

Wir freuen uns über Ihren Kommentar. Beiträge können von der Redaktion moderiert werden. Bitte bleiben Sie fair und halten Sie sich an unsere Nutzungsbedingungen

9 Kommentare
  • 13.02.2008, 15:44 UhrAnonymer Benutzer: JK

    Und notfalls zahlt die Zeche der Steuerzahler ....

  • 13.02.2008, 15:47 UhrAnonymer Benutzer: wilzan

    welch ein Hohn...
    welch ein erbärmliches Geschäftsgebaren...
    was werden diese diletantischen "Manager und Politiker" endlich zur Verantwortung gezogen.....
    wie lange lassen die Steuerzahler sich das noch gefallen????

  • 13.02.2008, 17:30 UhrAnonymer Benutzer: MRM

    der steuerzahler zahlt am ende doch auch dann, wenn es mal nicht eine Landesbank trifft, siehe Northern Rock in Grossbritannien und durchaus auch iKb in Deutschland.
    das HSH geschaeftsmodell ist tatsaechlich besser als das der meisten anderen landesbanken und die 'teilprivatisierung' durch die JC Flowers beteiligung fuehrt bereits zu einer Professionalisierung des Managements. Aber auch Rom wurde nicht an einem Tag gebaut. Das Markttiming ist echtes Pech, das die Umstrukturierung deutlich erschwert.

  • 13.02.2008, 17:42 UhrAnonymer Benutzer: HSH N friend

    eine recht irreführende darstellung.
    liquiditätsbedarf einer bank hat nicht direkt was mit der ertragskraft oder dem abschreibungsbedarf zu tun. der forderungsverkauf dient der eigenkapitalentlastung, um weitere kredite vergeben zu können, da kreditvergabe an regulatorische bedingungen geknüpft ist. dabei hat eine landesbank einen deutlichen wettbewerbsnachteil im vergleich zu privatbanken in sachen ek-beschaffung und muss halt andere wege gehen.
    und wer die geschäftsberichte der hsh nordbank oder der vorgängerinstitute aufmerksam lesen würde, würde feststellen, dass die eigentümer desöfteren eigenkapital nachgereicht haben. entweder direkt oder über nachrangkapital, damit die bank wachsen und eine entsprechende größe erreichen kann, um in stürmischen zeiten zu überstehen.

  • 15.02.2008, 07:06 UhrAnonymer Benutzer: F.S.

    ich kann dieses Gejammer .. und notfalls zahlt der Steuerzahler... nicht mehr hören. Das System der Marktwirtschaft wird von vielen leider nur einseitig wahrgenommen haben. Das die banken Milliarden von Steuern gezahlt haben, Tausende von Arbeitsplätzen schaffen und durch die Kreditvergabe investitionen ermöglichen, die wiederum Wohlstand sichern und überhaupt erst unseren hohen Lebensstandard sichern wird einseitig vergessen. Selbstverständlich werden bei einem Unternehmen, dass Verlsute macht weniger Steuern gezahlt!

  • 15.02.2008, 10:45 UhrAnonymer Benutzer: Harvey

    Endlich mal ein paar Kommentare von Leuten, die was vom Geschäft einer bank verstehen und nicht nur emotionale Ausbrüche auf bild-Zeitungs-Niveau produzieren.

    Der Handel mit Kreditpaketen ist für viele banken mit großem investment-banking so selbstverständlich geworden ist, dass sich in Zeiten von Ratings und Kennzahlen kaum noch jemand Gedanken über den tatsächlichen Risikogehalt der Transaktionen macht. Manche scheinen den braten aber gerochen zu haben, wie die Deutsche bank, die Gerüchten zufolge größere Pakete an die iKb verkauft haben soll, um dann kurz darauf der iKb die interne Kreditlinie zu streichen, weil diese in der bonitätsbewertung der Deutschen bank abgesackt sei. Die Deutsche bank weist nun Rekordgewinne aus und ist von der Subprime-Krise nur gering betroffen, die iKb aber geht am Stock. Das ist gelebter Risikotransfer, wenn das Gerücht denn stimmen sollte.

    inzwischen ist der Markt für Kreditpakete und damit verwandte Produkte fast vollständig zusammen gebrochen und viele Kreditinstitute, die diese Produkte in der Vergangenheit für Refinanzierung oder Anlage gebraucht haben, haben jetzt erstens Risiken in den büchern, zweitens ein bewertungsproblem dieser Risiken (wo kein Markt mehr ist, ist auch kein Marktpreis für diese Papiere) und drittens ein strukturelles Problem, weil ihre Refinanzierung anders dargestellt werden muss (sprich: frisches Geld, irgendwoher). Die aktuellen Milliarden-Verluste und Milliarden-Geldspritzen sind Folgen des Zusammenbruchs eines Marktes, der für die betreffenden banken sehr wichtig war.

    Die aktuelle Lage dieser institute ist bedrohlich, kann die deutsche Wirtschaft insgesamt schwer schädigen und eignet sich nicht zum Dreschen von Stammtischparolen.

  • 20.02.2008, 19:23 UhrAnonymer Benutzer: Zamir Zebulovic

    bin ich froh, dass sich hier in den Kommentaren endlich sachlich und
    nüchtern die Experten zu Wort melden; so kehrt doch wieder Ruhe
    ein. bis der nächste überbezahlte, unfähige aus der Trottel-Elite zuschlägt. Die anhaltende Systemkrise in Kultur, Wirtschaft, Politik
    und Gesellschaft, muss zunächst erkannt werden, um danach
    mit analytischen Mitteln die Umkehr einzuleiten. Aber mit den
    derzeit weltweit, totalüberforderten Führungskräften, wird es wohl
    eher zu einer, hoffentlich, nur kleinen bis mittleren Katastrofe
    kommen, bis die bremsfallschirme gezogen werden. Was der
    verrücktgewordenen Menschheit fehlt, ist eine gemeinsame,
    anerkannte Perspektive für das Ganze, Mensch und Natur
    als eine zu bewahrende und zu schützende Einheit, zum
    Wohle künftiger Generationen. Gaaanz einfach.
    Gruss
    Zamir

  • 27.03.2008, 14:34 UhrAnonymer Benutzer: Mistkäfer

    Unter http://www.hshn-securities.com/ sieht man die Eigenanlagen der HSH Nordbank über 23 Milliarden Euro.
    Wenn man sich das Mal genau durchliest, sieht man daß hier fast ausschliesslich in Junk investiert wurde, der heute NiCHTS mehr Wert ist. HSH Nordbank selbst: "Geeignete investitionsmöglichkeiten sind solche, die aufgrund unserer Analysen langfristig positive Wertentwicklungen versprechen und das Portfolio der bank sinnvoll ergänzen."
    Man darf dazu nur einen Glückwunsch aussprechen!
    Jetzt wurde das, was von dem Junk noch handelbar war, notverkauft, zu etwa 30% des Wertes der Gesamtinivestitionen.
    Die Elite unserer Gesellschaft, die aus Politikern und Managern besteht, braucht sich nicht zu verantworten, Unfähigkeit, Dummheit, Eitelkeit, Profilierungssucht stehen niht unter Strafe.
    Meinen informationen nach haben die landeseigenen banken die stolze Summe von 135 Milliarden Euro wie folgt verzockt:

    bayern Lb: 32 Milliarden in Conduits (ausserbilanziellen Zweckgesellschaften, die in Kreditverbriefungen, sogenannten CDOs, investiert sind)
    iKb: 17,9 Millarden in zwei Conduits
    WestLb: 23 Milliarden in Conduits
    Sachsen Lb: 26 Milliarden in Conduits plus 13 Milliarden direkt in CDOs investiert
    KfW: unbekannt
    HSH Nordbank: 23 Milliarden

    VERZOCKT GESAMT: 135 Milliarden Euro

    Anscheinend kümmert das niemand. Man erwartet nichts Anderes mehr von Politikern, geht aber fleissig wählen und verschafft denjenigen, die am Wenigsten Moral in der Gesellschaft zeigen, noch Legitimation!

    Schwarzfahrer aber kommen für 8 Monate ins Gefängnis...

  • 01.04.2008, 16:43 UhrAnonymer Benutzer: HKG

    Zitat von mrm:"Aber auch Rom wurde nicht an einem Tag gebaut." Meine Zufügung: "...aber auch nicht an einem Tage ruiniert!" Wer sich heute auf einen deal mit amerikanischen "investoren" (z.b. sun flowers) einlässt, muss damit rechnen, dass er in den Strudel der amerikanischen Finanzkrise hineingezogen wird. Außer Egoismus und purer Raffgier sind dort keine weiteren Geschäftsgründe erkennbar. Die nahezu gleiche Geschichte hat sich bereits 1929 ereignet, nur ist sie heute noch unübersichtlicher geworden. Die Eigentümer haben "desöfteren Eigenkapital nachgereicht" (HSH N friend )? Mir kommen die Tränen!

weitere Fotostrecken

Blogs

Wie HP-Chefin Whitman ihren Mitarbeiter die anstehenden Massenentlassungen erläutert
Wie HP-Chefin Whitman ihren Mitarbeiter die anstehenden Massenentlassungen erläutert

In einer internen Videobotschaft an die HP-Beschäftigten gibt Meg Whitman mehr Details zu dem geplanten Abbau von 27.000...

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 21.05.2012

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.