Geldinstitute im Umbruch: Was haben die Banken aus der Finanzkrise gelernt? - Seite 6

Geldinstitute im Umbruch: Was haben die Banken aus der Finanzkrise gelernt?

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Das müsse auch nicht sein, sagt Volksbanken-Präsident Fröhlich. Ob härtere Maßnahmen folgen müssten, „hängt von der Objektivität der Ratingagenturen selbst ab. Wenn sie aus der Krise gelernt haben und ihre Bewertungsmethoden anpassen, sind weitere Regelungen vielleicht nicht mehr nötig.“

Doch wenn weitere Weltwirtschaftskrisen verhindert werden sollen, muss mehr geschehen, als rudimentäre Regulierungsvorschriften zu erlassen. Dreht sich das Rad an den internationalen Finanzmärkten erst einmal wieder, sind die Erinnerungen an die bitteren Folgen der Krise schnell wieder vergessen. Springt die Weltwirtschaft wieder an, wird sich kein Politiker dem Vorwurf aussetzen wollen, den so dringend herbeigesehnten Aufschwung durch neue Vorschriften auszubremsen. Ohne diese könnte jedoch die Mixtur aus historisch niedrigen Zinsen, überzogenen Boni, Kampfkonditionen im Kreditgeschäft und unkritischen Ratingagenturen leicht die Basis für die nächste Krise bilden.

Platz für radikale Gedanken

Selbst die Schweizer Nationalbank spekuliert offen darüber, ob man die Größe von Banken begrenzen sollte, damit eine Pleite nicht zum Kollaps der Weltwirtschaft führen kann. „Es muss möglich sein, dass Banken ohne dramatische Folgen für das gesamte System in die Insolvenz gehen“, sagt Accenture-Berater Junker. Denkbar sei eine stärkere Unabhängigkeit der einzelnen Geschäftsbereiche. Hätten sie ihre eigene Bilanz und Kapitalausstattung, wäre ihr Untergang besser zu verkraften.

„Mit etwas mehr Regulierung so weiterzumachen wie bisher kann nicht die Antwort auf die Krise sein“, warnt HVB-Chef Weimer. Noch ist Platz für radikale Gedanken. Noch ist das System im Umbruch, der Rückfall in alte Verhaltensmuster nicht flächendeckend. Noch gibt es keinen Masterplan für das Bankensystem der Zukunft. Weimer: „Wir befinden uns mitten in einem kreativen Nebel.“

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19 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 10.10.2009, 17:50 UhrAnonymer Benutzer: Nichts

    NiCHTS und deswegen "Weg mit den banken" ab in die insolvenz und ein neues nachhaltiges Geldsystem etablieren.

  • 26.07.2009, 12:08 UhrAnonymer Benutzer: Paul

    in Guantanamo werden ``Zimmer`` frei. Schickt die Zocker doch für ein paar Jahre mal dort hin. Prinzipiell würde ich diese Typen auch als Terroristen bezeichnen. Denn vom Ergebnis und den Auswirkungen her gesehen sind sie für viel Leid verantwortlich. Diese Zocker stürzen eine globale Wirtschaft in die Krise und dürfen jetzt auch noch weitermachen. Hat denn niemand etwas gelernt. Was ist aus den Sprüchen unserer doch so (in)kompetenten und Schlaumeierhaften Politiker geworden - NiCHTS.

  • 24.07.2009, 15:05 UhrAnonymer Benutzer: Ricci Riegelhuth

    Ausserdem haben wir demnächst ein dickes Problem. Also, ganz nebenbei ist die bRD der Hauptgläubiger von Ländern wie England, irland und Spanien. Die immobilienblase war dort noch viel doller aufgedonnert: 150 % in den letzten Jahren. Von dort wird die nächste Zeit wenig Geld fliessen.
    Zusammen kommen da weit über 1000 Milliarden Euro an wackeligen Krediten, und die muss der deutsche Michel für seine EU-Partner berappen.

    ich frage mich wann in Europa die Schuldscheine a la California-Schwarzenegger verteilt werden.

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