Generika-Hersteller: Stada bietet Pharma-Aufkäufern gute Aussichten

Generika-Hersteller: Stada bietet Pharma-Aufkäufern gute Aussichten

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Blick auf das Logo des Pharmakonzerns Stada im Werk im hessischen Bad Vilbel

von Jürgen Salz

Den Kampf um Ratiopharm hat Pfizer verloren. Nun rückt der Generika-Hersteller Stada in den Fokus des US-Konzerns. Das Unternehmen aus Bad Vilbel (bei Frankfurt) hat heute seine Zahlen für 2009 vorgelegt - mit erfreulichen Aussichten.

Von den einst drei großen deutschen Herstellern  von Generika (Nachahmermedikamenten)  -  Hexal, Ratiopharm und Stada – ist inzwischen nur noch Stada in deutscher Hand. Hexal zählt bereits seit 2005 zum Schweizer Novartis-Konzern; Ratiopharm ging vor einigen Tagen an die israelische Teva. Und wie lange Stada noch unabhängig bleibt, ist derzeit fraglich.

„Stada könnte nun das Top-Übernahmeziel für die Verlierer des Bieterrennens um Ratiopharm sein: Actavis und Pfizer“ sagte Thomas Maul, Analyst der DZ-Bank, nachdem der Verkauf von Ratiopharm beschlossene Sache war.

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Insbesondere Pfizer hatte bis zuletzt hart um Ratiopharm gekämpft. Der größte Pharmakonzern der Welt will unbedingt sein Generikageschäft verstärken, nachdem er mit neuen Medikamenten-Entwicklungen nicht mehr so recht vorankommt. Deutschland ist nach den USA der zweitgrößte Generikamarkt der Welt. Eine Übernahme von Stada erscheint vor diesem Hintergrund ziemlich verlockend. Eine weitere Großchance, in den deutschen Markt einzusteigen, gibt es nicht.

Auch für Actavis wäre ein Kauf durchaus sinnvoll. Das isländische Unternehmen und sein Großgläubiger, die Deutsche Bank, haben durchaus ein Interesse daran, den Wert von Actavis durch eine Großübernahme zu steigern.

Stada schweigt beharrlich

Traditionell äußert sich Stada zu all den Marktgerüchten nicht. Das Unternehmen war durchaus schon häufiger das Objekt von Übernahme-Spekulationen. Die Aktien von Stada sind breit gestreut. Allerdings handelt es sich um vinkulierte Namensaktien, die nur mit Zustimmung des Managements übertragen werden dürfen. Daher gilt eine feindliche Übernahme – am Management vorbei – als unwahrscheinlich.

Mit einem Umsatz von 1,6 Milliarden Euro ist Stada  etwa so groß wie Ratiopharm. Das Kerngeschäft Generika trägt dazu 1,1 Milliarden Euro bei – dort waren die Erlöse im vergangenen Jahr leicht rückläufig, da vor allem am deutschen Markt die Kassen derzeit ihre Macht ausspielen und von den Herstellern hohe Rabatte fordern. Im Geschäft mit Markenprodukten – wozu etwa das Grippemittel Grippostad zählt – legte Stada dafür zu.

Der Gewinn ist im vergangenen Jahr um 32 Prozent auf etwa 100 Millionen Euro gestiegen. Unternehmenschef Hartmut Retzlaff rechnet für 2010 mit Wachstum bei Umsatz und Ertrag. Gute Aussichten – auch für Aufkäufer.            

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