
Die Bundesregierung hat noch im Sommer dieses Jahres einen Rahmenvertrag mit der Werbeagentur „Zum goldenen Hirschen“ geschlossen, ohne dass dort konkrete Leistungen vereinbart wurden. Der Vertrag, der dem Magazin vorliegt, nennt als Auftrag die „Konzeption und Entwicklung von Kommunikationsstrategien durch Einsatz streufähiger Maßnahmen“. „Laufende kommunikative Beratung“ wird monatlich mit 18.500 Euro honoriert. Damit beträgt das Gesamthonorar des bis 2006 laufenden Vertrages 760.000 Euro. Bei konkreten Kampagnen, etwa drei bis fünf pro Jahr, erhält die Agentur zusätzliche Leistungen. Für die Vermarktung der „Agenda 2010“ fließen beispielsweise 2,5 Millionen Euro an die Agentur, davon 7,5 Prozent Honorar. Einen weiteren Rahmenvertrag schloss erst vor wenigen Wochen das Bundesfinanzministerium mit den Düsseldorfer Agenturen ECC Kohtes Klewes und BBDO über „Beratung, Konzeption und Umsetzung von Kampagnen“, der bis Ende 2005 läuft. Solche Rahmenverträge hatte der Bundesrechnungshof bereits in der ersten rot-grünen Legislaturperiode gerügt. Damals ging es um einen Rahmenvertrag mit der Hannoveraner Agentur Odeon Zwo. Lesen Sie weitere aktuelle Meldungen in der WirtschaftsWoche Heft 51. Kennen Sie schon das Miniabo?





















