Getränke: Nach 40 Jahren: Capri-Sonne will China erorbern

Getränke: Nach 40 Jahren: Capri-Sonne will China erorbern

Bild vergrößern

Im Wild Werk in Heidelberg-Eppelheim werden die abgefüllten Beutel des Fruchtsaftgetränks Capri-Sonne verpackt und für den Versand vorbereitet

Der Erfolg steckt im Beutel: 40 Jahre nach seiner Erfindung ist Capri-Sonne weltweit bekannt. Der Trinkpack hat sich Platz drei der Fruchtsaftgetränke weltweit gesichert.

Allein im vergangenen Jahr wurden 5,5 Milliarden Trinkpacks verkauft und ein Außenumsatz von 1,4 Milliarden Euro erzielt. Zum 40. Geburtstag soll die Erfolgsgeschichte weitergehen - in China. "Nach Peking und Guangdong wollen wir Provinz für Provinz erschließen", sagt der Chef von Capri-Sonne, Carsten Kaisig. Mit der Expansion soll das weltweite Wachstum der vergangenen Jahre von zwölf Prozent fortgesetzt werden.

Dafür hat sich der Wild-Konzern einen koreanischen Konzern zum Partner genommen, der durch eigene Produktion in China über gute Regionalkenntnisse verfügt. Verpackung und Abfüllanlagen kommen wie immer seit Erfindung des Produkts aus Eppelheim von den zum Wild-Konzern gehörenden SiSi-Werken und der INAG. Der neue Markt soll über die Mütter und Kinder beispielsweise mit Verkostungen erobert werden.

Anzeige

Denn auch das hat Tradition bei Capri-Sonne: "Wir wollen Nachfrage generieren", erklärt Kaisig. Selbstbewusst fügt der gelernte Betriebswirt hinzu: "Wir werben eher smart und clever, statt mit dem Scheckbuch in der Hand teure Werbetafeln zu kaufen." So hat seine Firma die Olympischen Sommerspiele 2008 genutzt und in Peking Stadtpläne verteilt.

Mit konsequentem Marketing zum Erfolg

"Die Erfolgsgeschichte von Capri-Sonne beruht unter anderem darauf, dass das Unternehmen schon früh ein sehr konsequentes Marketing hatte", sagt Günther Guder, Vorstandsmitglied im Bundesverband des Deutschen Getränkefachgroßhandels. "Und es war zur richtigen Zeit das richtige Getränk in der richtigen Verpackung." Diese sei ein Blickfänger und habe die Zielgruppe angesprochen.

Die silbern glänzende Tüte aus Kunststoff und Aluminium - ausgetrunken ist sie 4,5 Gramm schwer, so viel wie ein DIN-A-Blatt - ist praktisch für unterwegs und geht in keinem Schulranzen kaputt. Egal, wo man die Tüte auf der Welt kauft - sie sieht immer identisch aus und sie beinhaltet neben Wasser und Zucker ausschließlich natürliche Rohstoffe. Unterschiede gibt's lediglich beim Schriftzug in Asien, Russland oder arabischen Ländern.

Mehr Varianten gibt es beim Inhalt. Überall erhältlich sind die Ursprungsgeschmacksnoten von Zitrusfrüchten, die einst mit zur Namensgebung beitrugen und Assoziationen zur Insel Capri wecken sollen. "Im mittleren Osten sind aber süßere und dickflüssigere Säfte beliebt, im angelsächsischen Raum ist "fruitpunsch" angesagt", berichtet Kaisig. Beliebter Spaß dagegen überall auf der Welt und bei Geschäftstreffen: Die Sache mit dem Strohhalm. Der muss haargenau durch ein vorgestanztes Loch - für viele ist das ein Problem. "Kinder schaffen das locker", meint Kaisig, der mit seinen 36 Jahren zur Capri-Sonnen-Generation gehört.

Muhammad Ali als Werbepartner

Zum Durchbruch verholfen hat dem Getränk seinerzeit Boxlegende Muhammad Ali. 1979 gelang es Firmenchef Hans-Peter Wild den heute 67-jährigen Champion als Werbepartner zu gewinnen - als erstes Unternehmen überhaupt. Der Coup wurde von der Fachpresse mit Respekt kommentiert. Vergessen waren die Mühen der Anfangstage. Denn die Erfindung der Capri-Sonne Mitte der 60er war begleitet von Pleiten, Pech und Pannen. So roch das in die neuartigen Trinkpacks abgefüllte Wasser wenige Tage vor der ersten Präsentation nach faulen Eiern. "Helles Entsetzen", erinnert sich Wild in seinem Buch "Faszination Weltmarke".

In 140 Ländern ist sie inzwischen eingetragen und zählt damit nach Coca-Cola, Pepsi und Schweppes zu den bekanntesten Marken der Welt. Das Fruchtsaftgetränk wird in mehr als 100 Ländern getrunken, in 18 Ländern produziert - und teilweise von Branchenriesen wie Kraft Foods (USA) oder Coca-Cola (Großbritannien) abgefüllt. "Wir lassen nicht nur die eigene Muskeln spielen", erklärt Kaisig das Lizenzkonzept für den Softdrink. "Wir liefern die Erfolgs-DNA, Partner vor Ort - mit entsprechenden regionalen Wissen - übernehmen den Vertrieb oder aber auch die Produktion." So soll nun auch China erobert werden.

Anzeige
Unternehmer stellen sich vor
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%