Gewerkschaft: AUB hat 2500 Mitglieder verloren

Gewerkschaft: AUB hat 2500 Mitglieder verloren

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Der Eingang der Bundeszentrale der "Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger" (AUB)

Der neue AUB-Vorsitzende Rainer Knoob kämpft um das Überleben der angeschlagenen Betriebsräte-Organisation – ohne Siemens-Geld und ohne den früheren AUB-Chef Schelsky.

Rainer Knoob lässt sich nicht unterkriegen. Der 41-jährige Airbus-Betriebsrat will die Arbeitsgemeinschaft Unabhängiger Betriebsangehöriger (AUB) retten – obwohl der über 20 Jahre lang amtierende AUB-Chef Wilhelm Schelsky seit Februar 2007 in Untersuchungshaft sitzt und die Staatsanwaltschaft ihn nun wegen Betrugs, Steuerhinterziehung und Beihilfe zur Untreue anklagt. Unter Schelsky wurde die AUB zum Teil von Siemens und in kleinerem Umfang von Aldi Nord finanziert. Heute habe die AUB noch 7530 Mitglieder, sagt Knoob, der die Organisation seit rund einem Jahr leitet. 2500 Mitglieder habe sie seit Schelskys Verhaftung verloren. 30.000 Mitglieder, wie früher behauptet, zählte sie nie.

Rund die Hälfte der derzeitigen AUBler sind laut Knoob aktive Betriebsräte und bilden 600 Betriebsgruppen. „Ein Netzwerk führender Mitglieder“, erklärt Knoob, ersetze die Landesgeschäftsstellen, die 2007 geschlossen wurden.

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Fünf regionale AUB-Blätter stellte der Verein ein, um Kosten zu reduzieren. Heute lebe die AUB von Einnahmen aus Betriebsräte-Seminaren und Mitgliedsbeiträgen, die von monatlich acht auf zwölf Euro gestiegen sind.

Knoob fordert die Bundesregierung auf, nach der Corporate-Governance-Kommission für Vorstände und Aufsichtsräte nun eine Corporate-Governance-Kommission für Betriebsräte ins Leben zu rufen. Denn die „Korrumpierung von Arbeitnehmervertretern“ sei „eine latente Gefahr – wir brauchen Regeln, um das im Interesse der Beschäftigten zu stoppen“.

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