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Gewerkschaft tief betroffen: Polizist nach Kopfschuss gestorben

Der von einem Verbrecher mit einem Kopfschuss niedergestreckte Berliner Kommissar ist am Dienstag gestorben.

Wie die Polizei mitteilte, erlag der 42-jährige Hauptkommissar Uwe Lieschied kurz vor drei Uhr am Nachmittag seinen Verletzungen. Bereits seit Samstag waren bei ihm keine Hirnströme mehr gemessen worden. Die Gewerkschaft der Polizei zeigte sich tief betroffen. Wie der Leiter der Mordkommission, André Rauhut, zuvor berichtete, geschah das Verbrechen am Freitagabend in Zusammenhang mit einem Raubüberfall auf eine 51-jährige Frau im Stadtteil Neukölln. Drei Zivilbeamte, darunter das Opfer Lieschied, hätten die Räuber wegrennen sehen. Von einem der Räuber seien vermutlich auch die Schüsse auf die Polizisten abgegeben worden. Die Identität der Täter ist laut Rauhut weiterhin ungeklärt. Die Polizei gehe 27 Hinweisen nach. Im Zusammenhang mit dem Tod seines Kollegen sprach er von einem „Restrisiko“ für Polizeibeamte. Auch eine Schutzweste hätte nicht geholfen, da das Opfer am Kopf getroffen worden sei. Der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei, Konrad Freiberg, erklärte: „Unser tiefes Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen des getöteten Beamten.“ Freiberg wies auch darauf hin, dass die Gewalt gegen Polizisten seit Jahren zunehme. Seit 1945 sind nach Angaben der GdP 387 Polizeibeamte von Rechtsbrechern getötet worden.

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