
HB DÜSSELDORF. Der Handelsriese Metro reagiert mit einem Konzernumbau auf sinkende Gewinne. Der mit Umsatzrückgängen in Osteuropa kämpfende größte Geschäftsbereich Cash & Carry werde aufgespalten. Der bisherige Cash & Carry-Chef Frans Muller zeichne künftig für das Geschäft in Asien und anderen Wachstumsmärkten verantwortlich, teilte Metro weiter mit und bestätigte damit Informationen der Nachrichtenagentur Reuters. Real-Chef Joel Saveuse soll das Europa-Geschäft voranbringen. Mit dem Umbau könnten auch die Kosten gedrückt werden.
Die neue Struktur trage der hohen Bedeutung der Großhandelsparte für den Gesamtkonzern sowie den deutlich unterschiedlichen regionalen Marktanforderungen Rechnung, betonte das Unternehmen. Außerdem sollen die Verwaltungsfunktionen der Konzernholding und der Großhandelstochter zusammengeführt und so Kosten gespart werden.
Im Krisenjahr 2009 musste Metro Rückgänge beim operativen Gewinn (Ebit) und beim Umsatz verschmerzen. Das Ebit vor Sonderfaktoren sei auf 2,024 (2,2) Mrd. Euro gefallen, teilte der Konzern weiter mit. Nach bereits im Januar veröffentlichten vorläufigen Zahlen war der Umsatz auf 65,5 Mrd. Euro geschrumpft, ein Minus von 3,6 Prozent.
Die vollständigen Zahlen für 2009 will Metro-Chef Eckhard Cordes nun bereits am Mittwoch vorlegen. Eigentlich war die Bilanzvorlage für den 23. März angekündigt worden.
























