GM Sanierungskonzept: Opel-Umbau kostet drei Milliarden

GM Sanierungskonzept: Opel-Umbau kostet drei Milliarden

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Die Sonne scheint am Mittwoch (04.11.2009) kurzzeitig auf das Opel-Werk in Eisenach. In der Nacht zuvor war die Entscheidung des Opel-Mutterkonzerns General Motors (GM) bekannt geworden, die europäische Tochter nicht an Magna zu verkaufen und stattdessen selbst zu sanieren. Die Zukunft des Eisenacher Werkes ist bislang ungewiss. Foto: Michael Reichel dpa/lth (zu dpa 0414 0239 vom 04.11.2009) (c) dpa - Bildfunk

Für die Neuausrichtung des Konzerns veranschlagt GM drei Milliarden Euro. Dafür wollen die Amerikaner 30 Prozent der Fixkosten bei Opel reduzieren. Das genaue Konzept erhält die Bundesregierung demnächst.

GM-Chef Fritz Henderson kündigte an, der Konzern werde der Bundesregierung in Kürze einen Restrukturierungsplan für Opel vorlegen. Die Kosten einer Sanierung durch GM selbst lägen bei rund drei Milliarden Euro. Dies sei weniger als bei einer Restrukturierung durch einen der Kaufinteressenten. Der US-Konzern wolle nun mit den europäischen Gewerkschaften über einen Sanierungsbeitrag verhandeln. Magna hatte für die Sanierung mit 4,5 Milliarden Euro Staatshilfe kalkuliert.

Die Entscheidung, Opel nicht zu verkaufen, sei der stabilste und kostengünstigste Ansatz, um die Zukunft von Opel und der britischen Schwestermarke Vauxhall zu sichern, erklärte Henderson. Er betonte, die finanzielle Lage und Stabilität von General Motors habe sich in den vergangenen Monaten verbessert. Auch habe sich Opel zuletzt deutlich besser geschlagen als angenommen und verfüge über ausreichend Liquidität.  

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Pläne werden zuerst Regierungen vorgelegt

GM wolle die Fixkosten bei Opel um 30 Prozent reduzieren. Das sieht bereits der Ende 2008 erstellte „Viability-Plan“ des Konzerns vor. Daneben will sich GM von seinen unrentablen Marken Saturn, Pontiac, Saab und Hummer trennen. Zum Umfang eines möglichen Stellenabbaus und Werksschließungen bei Opel wollte sich GM nicht äußern. Zunächst sollen die Pläne den beteiligten Regierungen vorgelegt werden.

Zu erwarten steht, dass rund 10.000 Arbeitnehmer ihren Job verlieren. Drei bis vier Werke könnten geschlossen werden. In Deutschland gilt vor allem Eisenach als gefährdet. Auch die Motorenproduktion in Kaiserslautern und die Astra-Produktion in Bochum könnte es treffen. Im europäischen Ausland steht das Werk im belgischen Antwerpen vor der Schließung. Mittelfristig könnte auch das Werk im englischen Luton schließen.

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