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Unternehmen: Griechen schreiben Geschichte

Die Griechen haben sich mit ihrem Stürmer Charisteas gegen den Favoriten Portugal behauptet und schaffen mit einem deutschen Trainer das Unglaubliche. Unterstützt von nur 15 000 griechischen Fans und umgeben von über 55 000 portugiesischen Fans im Stadion des Lichts in Lissabon, gelang es der griechischen Mannschaft den Europameistertitel zu holen. Mit 1:0 schaffen sie damit auf den Tag genau ein ähnliches Wunder, wie es vor 50 Jahren den deutschen Fußballern erging, das als "Das Wunder von Bern" in die Geschichte einging.

HB LISSABON. Portugal blieb die erhoffte Revanche für das 1:2 im Auftaktspiel und vor allem die EURO-Krönung versagt. Im spielerisch schwächsten Finale der 44-jährigen EM-Historie bot der deutsche Referee Markus Merk eine souveräne Leistung und überzeugte durch seine klare Linie. Erstmals bei Welt- und Europameisterschaften gewann damit ein Team mit einem ausländischen Trainer den Titel. Otto Rehhagel, der den ersten deutschen WM-Triumph vor einem halben Jahrhundert als 15- Jähriger erlebte, kann sich mit seiner tollen Mannschaft nach diesem Coup auf einen begeisternden Empfang am Montag in Athen freuen.

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„Das ist ein ganz außergewöhnliches Ereignis für den griechischen und vor allem auch für den europäischen Fußball“, meinte Rehhagel nach dem Erfolg strahlend. „Die griechische Mannschaft hat Fußball- Geschichte geschrieben und ich hoffe, dass das einen Widerhall finden wird.“ Matchwinner Charisteas als „Spieler des Spiels“ stammelte: „Es ist unglaublich - Griechenland ist Europameister. Heute müssen alle Griechen feiern, egal ob in Deutschland, Australien oder sonstwo.“

Im Beisein des portugiesischen Staatschefs Jorge Sampaio und des extra zum Endspiel eingeflogenen griechischen Ministerpräsidenten Kostas Karamanlis lieferten sich beide Mannschaften von Beginn an eine umkämpfte Partie. Die Griechen kehrten zu ihrem schon im Eröffnungsspiel erfolgreichen 4-4-2-System zurück, mit dem die Hausherren im Bemühen um konstruktive Angriffe erneut ihre liebe Mühe hatten. So entsprangen die ersten Chancen auch Einzel-Leistungen: Miguel scheiterte mit einem Schuss von der Strafraumgrenze an Torwart Antonios Nikopolidis (14.), Nuno Maniche (18.) zielte knapp daneben.

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