Größeres Modellangebot: VW drängt auf indischen Markt

Größeres Modellangebot: VW drängt auf indischen Markt

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VW Touareg: Der Geländewagen kommt bei US-Kunden nicht so gut an wie gehofft. Foto: PR

Volkswagen hat einen neuen Zielmarkt entdeckt: Der Wolfsburger Autobauer weitet sein Modellangebot in Indien kräftig aus, um vom rasanten Wachstum auf dem Subkontinent zu profitieren. Im laufenden Jahr sollen zusätzlich zum Mittelklassewagen Passat das Kompaktmodell Jetta, die Geländewagen Touareg und Tiguan sowie die Luxuslimousine Phaeton angeboten werden.

Bislang vertreibt VW nur sein Mittelklassemodell Passat in kleinen Stückzahlen in dem Land. Einen Schub bei den Verkaufszahlen erhoffen sich die Wolfsburger von einem neuen Werk, das derzeit in der westindischen Stadt Pune entsteht. Es soll Ende März oder Anfang April mit der Montage von Fahrzeugen beginnen.

Produktionsvorstand Jochem Heizmann bekräftigte auf der Automesse „Auto Expo 2008“ in Neu Delhi, Volkswagen wolle ab 2009 dort jährlich 110.000 Fahrzeuge vom Band rollen lassen. Den Anfang soll der Kleinwagen Polo machen, der in einer abgespeckten Version mit Stufenheck speziell für Schwellenländer angeboten werden soll. Auch der Skoda-Fabia soll dort gebaut werden.

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Für 2010 ist zudem eine Version des Kleinwagens UP! geplant, der zurzeit als Studie auf Messen weltweit für Aufsehen sorgt. Der VW-Jetta, der in der bereits existierenden Fabrik der Konzern-Tochter Skoda in Aurangabad im westindischen Bundesstaat Maharastra montiert wird, soll bereits Mitte 2008 auf den Markt kommen. Im laufenden Jahr will Skoda seine Kapazitäten dort auf 30.000 Einheiten verdoppeln, wie Vorstandschef Reinhard Jung ankündigte.

Indischer Markt ist heiß umkämpft

Der indische Automarkt wächst zurzeit stark. Experten rechnen damit, dass sich die Pkw-Verkäufe dort bis 2010 auf zwei Millionen verdoppeln werden. Deshalb drängen nahezu alle namhaften Autohersteller mit neuen Produktionsstätten in das Land.

Daimler will von 2009 an in Maharastra bis zu 5000 Mercedes-Pkw jährlich fertigen. Die VW-Tochter Audi hat gerade die Montage seines Oberklassemodells A6 auf dem Werksgelände in Aurangabad aufgenommen. Die Stückzahlen sind allerdings noch bescheiden. Im laufenden Jahr sollen 300 Audi-Limousinen für den indischen Markt gebaut werden.

Auch der Münchener Rivale BMW fertigt Fahrzeuge in Indien. Der italienische Autobauer Fiat will bis 2010 rund 70.000 Fahrzeuge auf dem Subkontinent verkaufen, wie er heute auf der Messe in Neu Delhi ankündigte.

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