Großbatterien:: Evonik will Windstrom in Containern speichern

Großbatterien:: Evonik will Windstrom in Containern speichern

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Der Atomausstieg beflügelt alternative Energien wie auch den Wettbewerb unter den Windanlagenherstellern. Darunter gibt es Gewinner, Verlierer und Nischenkönige.

von Andreas Wildhagen

Der Mischkonzern Evonik will eine technische Lücke schließen: Er will Großbatterien als Speicher für Sonnen- und Windstrom produzieren.

Bisher war es eher eine Achillesferse der Erneuerbaren Energien aus Sonne und Wind: Den Strom, den sie produzieren, kann man nicht speichern. Das macht diese saubere Energie zum Härtefall - sie kann nur für Spitzenlasten verwendet werden. Weht der Wind zu stark, wie beim Sturmtief Xynthia in diesen Tagen, kann es sogar zum "negativen Strompreis" kommen - das heißt der Strom wird dann verschenkt,  weil es zuviel davon gibt. Mit einer Speichertechnik im Großmaßstab wäre das anders: Dann könnte Wind- und Sonnenstrom gelagert werden wie Wein. Dazu braucht man riesige Batterien, die es aber noch nicht gibt. Einige Technologieunternehmen wollen das ändern, General Electric forscht bereits in diese Richtung und ist auch schon ziemlich weit. Nun springt auch der Essener Mischkonzern Evonik mit auf diesen Zug.

Experten schätzen den weltweiten Markt für Batterien, die Leistungsschwankungen im Netz ausgleichen, als Milliarden-Geschäft ein. Die größte Lithium-Keramik-Batterie der Welt wird nun bei Evonik gemeinsam mit industriellen Partnern entwickelt. Im saarländischen Völklingen entstehe an einem Evonik-Kraftwerk ein erster Speicher mit einer Leistung von einem Megawatt. Mit dem Speicher könnten bei einer viertelstündlichen Be- und Entladung theoretisch 4000 Haushalte pro Jahr versorgt werden.

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Evonik verfügt bereits über industrielle Erfahrungen in der Entwicklung von Battien. Das Unternehmen entwickelt zusammen mit Daimler handhabare Batterien für Elektroautos. Sollten solche Batterien eines Tages serienreif werden, entsteht ein neuer Geschäftszweig, an denen sich alles großen Technologiekonzern heranhängen werden. Denn Wind- und Sonnenstrom wird dann grundlastfähig, das heißt, die Energie kann auch nach den Stürmen und nach gleißender Sonnenglut gleichmäßig abverkauft werden. Stahl- und Chemiefabriken mit ihrem gewaltigen Energiehunger könnten dann von Steinkohle- und Atomkraftwerken, so die Vision, abgekoppelt und direkt an die Sonne angeschlossen werden.

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