
Metro-Chef Eckhard Cordes hatte zuletzt wohl nur wenig Freude an seinen Cash & Carry-Großmärkten. Zwar glänzt die Sparte in Osteuropa und Asien mit hohen Wachstumsraten. Doch ausgerechnet auf dem deutschen Heimatmarkt sinken die Gewinne stetig. Um das zu ändern, hat Cordes Berater von McKinsey verpflichtet, die das Großhandelsgeschäft durchleuchten sollen. Cordes lässt dabei insbesondere die Möglichkeit prüfen, umsatzstarke Kunden künftig direkt zu beliefern, heißt es intern.
Bisher müssen Metro-Kunden selbst zu einem der 123 Cash & Carry-Märkte in Deutschland fahren, um Lebensmittel oder Gebrauchswaren für ihre Geschäfte zu kaufen. Nun will Cordes klären, unter welchen Bedingungen sich ein Lieferservice rechnet und ob sich mit dem Angebot neue Kunden gewinnen lassen. Vorbild ist die Metro-Gesellschaft Schaper, bei der Kunden ihre Waren schon heute auf Bestellung liefern lassen können.
Sollte die Idee umgesetzt werden, kämen auf den Konzern hohe Logistik-Investitionen zu, denn Cash & Carry ist die größte Sparte im Metro-Reich – weit vor Konzerntöchtern wie Kaufhof, Saturn und Media Markt oder Real. Die 615 Großmärkte in 29 Ländern steuerten 2007 mit 31,7 Milliarden Euro rund die Hälfte zum Konzernumsatz bei und lieferten 60 Prozent der Erträge.













