Großhandel: Metro: Unerledigte Aufgaben im Großmarktgeschäft

Großhandel: Metro: Unerledigte Aufgaben im Großmarktgeschäft

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Einkaufswagen in einem Metro-Markt

von Henryk Hielscher

Der Umsatzschwund im deutschen Großmarktgeschäft von Metro hält an – nun justiert das Management nach und bindet das Tochterunternehmen Schaper enger an sich.

Harald Fraszczak hatte sein Programm für den Deutschen Handelskongress mit Bedacht gewählt. Bei dem Branchentreffen im November 2009 in Berlin lauschte der Chef der deutschen Metro-Großmarktsparte Vorträgen über „Turnaround und Restrukturierung“. Ein Themenfeld, das Fraszczak aus der Praxis kennt: Seit Amtsantritt müht sich der Manager, die deutschen Cash&Carry-Großmärkte wieder zu stabilieren.

Der Erfolg hält sich derweil in Grenzen: Der Umsatz sackte 2009 erneut ab und dürfte damit unter 6,35 Milliarden Euro liegen. Ein im vergangenen Sommer mit großem Tamtam gestarteter Testmarkt in Siegen laufe „desaströs“, sagt ein Insider. Und dass auf der Ertragsseite zum Jahresende wieder etwas Entspannung herrschte, dürfte vor allem Mieteinsparungen über rund 19,4 Millionen Euro geschuldet sein, heißt es intern.

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„Bei Cash&Carry Deutschland müssen wir weiter unsere Schulaufgaben erledigen“, merkte denn auch Metro-Chef Eckhard Cordes im Interview mit der WirtschaftsWoche an.

Nun wird nachjustiert. Zum einen dampfte Sparten-Chef Fraszczak zum Jahresstart die Preise von 500 Artikeln ein. Zudem gerät die Metro-Großhandelstochter Schaper immer stärker ins Visier. Das Unternehmen, das bisher weitgehend unabhängig gearbeitet hat, wird offenbar enger an die deutsche Metro-Großmarktsparte angebunden. Verwaltungsfunktionen sollen demnach von der Schaper-Zentrale in Hannover abgezogen werden, heißt es. Intern fürchten Manager bereits den Verlust der Eigenständigkeit des Unternehmens mit 2000 Mitarbeitern. Der Name Schaper werde bleiben, sagt ein Metro-Manager dazu, „aber wir werden Schaper integrierter führen als wir das bisher gemacht haben.“

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