Gutes Quartalsergebnis: Schwarze Zahlen bei Airbus bringen EADS zurück in Gewinnzone

Gutes Quartalsergebnis: Schwarze Zahlen bei Airbus bringen EADS zurück in Gewinnzone

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EADS-Chef Louis Gallois

Die Rückkehr des Flugzeugbauers Airbus in die Gewinnzone hat der Muttergesellschaft EADS zu einem Gewinnsprung verholfen. Allerdings warnte der europäische Flugzeug- und Rüstungskonzern angesichts der anhaltenden Dollarschwäche vor voreiligem Optimismus.

„Mit Blick auf unser Ziel, eine deutliche und anhaltende Verbesserung der operativen Leistung zu erreichen, liegt noch viel Arbeit vor uns“, sagte EADS-Chef Louis Gallois heute. Das erste Quartal bezeichnete er als „ermutigend“. Der Umsatz des EADS-Konzerns legte auch dank Zuflüssen aus dem Programm für das Militärflugzeug A400M um zehn Prozent auf 9,9 Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn (Ebit) stieg binnen Jahresfrist auf 769 (2007: 88) Millionen Euro.

Unter dem Strich schrieb auch EADS mit 285 (minus zehn) Millionen Euro wieder schwarze Zahlen. Damit übertraf der Konzern die Erwartungen von Analysten, die im Durchschnitt mit einem Ebit von 371 Millionen Euro und einem Überschuss von 194 Millionen Euro gerechnet hatten. Dank der erhöhten Zahl ausgelieferter Flugzeuge - darunter zwei Großraumflugzeuge des neuen Typs A380 - legte der Umsatz von Airbus zwischen Januar bis März um sieben Prozent auf gut sieben Milliarden Euro zu. Der operative Gewinn lag bei 628 Millionen Euro.

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Ein Jahr zuvor hatte Airbus wegen Belastungen aus seinem Sanierungsprogramm Power8 noch einen Verlust von 69 Millionen Euro ausgewiesen.

EADS bekräftigte die Prognose für das Gesamtjahr, warnte aber vor den Folgen des schwachen Dollar. Das Unternehmen will 2008 bei 470 ausgelieferten Flugzeugen über 40 Milliarden Euro umsetzen und operativ 1,8 Milliarden Euro verdienen.

EADS legt ihren Erwartungen aber einen Kurs von 1,45 Dollar je Euro zugrunde. Heute kostete die Gemeinschaftswährung 1,54 Dollar. Eine Verschlechterung des Dollarkurses würde das Ergebnis belasten, erklärte der Konzern. Mehrbelastungen könnten auch aus der erneuten Verschiebung des Auslieferungsplans für den Airbus A380 resultieren. Deren finanziellen Folgen seien noch nicht abzuschätzen und deshalb auch nicht im Ausblick berücksichtigt.

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