_

Hafenwirtschaft: Weitere Kaufinteressenten für Duisburger Hafen

von Hermann J. Olbermann und Christian Schlesiger

Erich Staake ist zurzeit ein begehrter Mann. Der Diplom-Kaufmann leitet Duisport, die Hafengesellschaft des Duisburger Hafens, des größten Binnenhafens Europas, und um die buhlen immer mehr Interessenten.

Denn der Bund will seinen Drittelanteil verkaufen. Für den will die Gesellschaft Neuss Düsseldorfer Häfen (NDH) gemeinsam mit der Häfen und Güterverkehr Köln (HGK) bieten. Beide haben schon ihr Interesse in Berlin bekundet. „Ziel ist es, die Häfen in Nordrhein-Westfalen im europäischen Wettbewerb zu stärken“, sagt NDH-Chef Rainer Schäfer. Die Häfen müssten künftig „mit einer Stimme sprechen“.

Anzeige

Für die zwei Gesellschaften wäre eine solche Lösung ideal. 2012 wollen NDH und HGK ohnehin näher zusammenrücken und Hafen- und Eisenbahnbetrieb in einem gemeinsamen Unternehmen bündeln. Allein dadurch entsteht faktisch die größte Binnenhafenmacht Europas — mit Duisburg im Boot entstünde am Rhein eine Hafen-Supermacht.

Der Duisburger Hafen ist ein attraktives Objekt. Hafenchef Staake baut ihn gerade zu einem profitablen Unternehmen aus — 2010 lag der Umsatz bei rund 150 Millionen Euro, der Gewinn vor Steuern betrug neun Millionen Euro. Wegen der guten Anbindung an Schiene, Fluss und Straße gilt der Binnenhafen im Ruhrgebiet als Filetstück im Hinterland. Die Häfen Rotterdam und Antwerpen kündigten deshalb schon zu Jahresanfang Kaufinteresse an. Sie könnten über Duisburg ihre Transportwege optimieren.

Das beunruhigt aber inzwischen Wettbewerber in Hamburg und Bremen. Nach Informationen der WirtschaftsWoche sprechen die norddeutschen Terminalbetreibern HHLA und Eurogate über ein gemeinsames Angebot für Duisport. Alternativ überlegt Eurogate, mit dem Dortmunder Hafen eine Kaufgemeinschaft zu bilden.

4 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 06.06.2011, 19:00 UhrAnonymer Benutzer: S€

    Strategische beteiligungen sollten in den Händen der Allgemeinheit bleiben!

  • 06.06.2011, 13:20 UhrAnonymer Benutzer: Köbes

    Düsseldorf und Köln machen etwas gemeinsam ?
    Dass ich nicht lache.

  • 06.06.2011, 09:55 UhrAnonymer Benutzer: Michael Hug

    Der Duisburger Hafen ist strategisch wichtig und sollte daher nicht ins Ausland verkauft werden. besser es entsteht eine regionale Größe zusammen mit Köln, Düsseldorf oder aber Hamburg.

Alle Kommentare lesen
weitere Fotostrecken

Blogs

Wie HP-Chefin Whitman ihren Mitarbeiter die anstehenden Massenentlassungen erläutert
Wie HP-Chefin Whitman ihren Mitarbeiter die anstehenden Massenentlassungen erläutert

In einer internen Videobotschaft an die HP-Beschäftigten gibt Meg Whitman mehr Details zu dem geplanten Abbau von 27.000...

Das Aktuelle Heft

Wirtschaftswoche

WirtschaftsWoche 21 vom 21.05.2012

iTunes Vorschau - WirtschaftsWoche
Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.