Haji-Ioannou: Attacke per Billigflieger

Haji-Ioannou: Attacke per Billigflieger

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Haji-Ioannou

von Rüdiger Kiani-Kreß

Stelios Haji-Ioannou, 44, hat seine zweite Fluglinie gegründet.

Stelios Haji-Ioannou, 44, hat seine zweite Fluglinie gegründet. Doch die neue Airline namens Fastjet hat für den von britischen Königin zu Sir Stelios geadelte „Serienunternehmer“ (Haji-Ioannou über sich selbst) einen besonderen Zweck: Die soll die Führung von Easyjet ärgern.

An der britischen Billiglinie halten der im griechischen Teil Zyperns geborene Unternehmer und seine Familie zwar 38 Prozent. Doch seit Jahren streitet sich die Sippe mit den Airline-Chefs über die richtige Strategie. Sir Stelios fordert, dass Easyjet die Gewinne nicht in Wachstum und neue Flugzeuge investiert, sondern endlich eine - möglichst hohe - Dividenden ausschüttet. Insider führen Sir Stelios Geldbedarf darauf zurück, dass die Beteiligungen seiner Easygroup abseits des Fluggeschäfts wie Kinos, Autovermietungen oder Billighotels bisher bestenfalls magere Gewinne abwerfen.

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Zwar beschloss die aktuelle Easyjet-Chefin Carolyn McCall, 50 gerade eine Gewinnausschüttung, die mit von 190 Millionen Pfund (218 Millionen Euro) rund 80 Prozent des Vorsteuergewinns für das aktuelle Geschäftsjahr ausmacht. „Doch Stelios will wohl durch die Drohung mit Fastjet den Druck auf McCall aufrecht erhalten, bis die ihm noch mehr Dividende zahlt oder gleich die neue Linie abkauft“, sagt ein Insider.

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