Handel: Ehec-Krise trifft Discounter

Handel: Ehec-Krise trifft Discounter

von Henryk Hielscher

Nach einer Untersuchung des Marktforschungsunternehmens GfK hat die Aufregung um den Darmkeim Ehec vor allem bei Lebensmitteldiscountern wie Aldi und Lidl zu Umsatzeinbrüchen beim Gemüse geführt.

So kauften die Kunden in der ersten Juni-Woche laut GfK bei den Billigheimern rund ein Drittel weniger Gemüse als im Vorjahreszeitraum. Auch in den folgenden Wochen erlitten die Discounter stärkere Nachfrageeinbußen als Supermärkte und SB-Warenhäuser.

Biomärkte konnten anfangs sogar von der Krise profitieren. Erst als sich abzeichnete, dass der Keim möglicherweise von deutschen Höfen stammte, sei auch Bioware stärker unter Druck geraten, berichtet die GfK.

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Insgesamt ging der Gemüseumsatz den Marktforschern zufolge im Ehec-Monat Juni um fast 16 Prozent zurück. Am schlechtesten verkauften sich Gurken, vor deren Verzehr das Robert Koch-Institut explizit gewarnt hatte. Der Umsatz damit fiel im Vergleich zum Vorjahr bei konventionell produzierter Ware um mehr als 40 Prozent, mit Tomaten und Salat um mehr als 30 Prozent. Der Verkauf von Bioware ging hingegen deutlich weniger stark zurück.

Eine Entschädigung betroffener Händler hatte Bundesagrarministerin Ilse Aigner bereits in den vergangenen Wochen abgelehnt. Die deutschen Gemüsebauern können dagegen mit 16 Millionen Euro aus dem Ehec-Hilfsprogramm der EU-Kommission rechnen.

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