Handel: Internetoffensive von Media-Saturn vor dem Start

Handel: Internetoffensive von Media-Saturn vor dem Start

von Henryk Hielscher

Zwei Wochen vor der Bilanzpräsentation der Metro werden die Strategie und die wirtschaftliche Situation der beiden wichtigsten Vertriebslinien von Deutschlands größtem Handelskonzern deutlicher.

Nach Präsentationsunterlagen, die der WirtschaftsWoche vorliegen, hat sich der Umsatzrückgang in den deutschen Metro-Großmärkten 2009 beschleunigt. Zugleich hegt die Konzerntochter Media-Saturn aggressive Wachstumspläne für das China-Geschäft und plant den zügigen Ausbau der deutschen Web-Angebote.

Nach dem Start von Online-Pilotshops in den Niederlanden und Österreich soll das deutsche Web-Angebot den Planungen zufolge vom zweiten Quartal an systematisch ausgebaut werden. Zunächst sollen über die Seite zusätzliche Entertainment-Angebote verkauft werden – etwa Film-DVDs und Computerspiele. Vom dritten Quartal an könnten dann auch Elektronikartikel angeboten werden, heißt in den Präsentationsunterlagen. Zudem sind so genannte Web-2.0-Elemente wie ein Mitmach-Lexikon für Technikfragen („MediaPedia“) sowie zusätzliche Download-Möglichkeiten für digitale Medien vorgesehen.

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Wie die WirtschaftsWoche berichtet, sollen die Filial-Geschäftsführer am Gewinn der Online-Shops, der landesweit einheitliche Preise anbieten wird, beteiligt werden. Das dezentrale Preismodell für das stationäre Geschäft wird dagegen beibehalten.

Filiale in Shanghai

Konkretisiert hat Media-Saturn auch die Pläne zum Einstieg in China. Im Spätsommer, voraussichtlich im September, könnte die erste Filiale in Shanghai eröffnen. Bis 2012 soll es in der Stadt etwa zehn Media-Märkte geben. Ziel sind laut Präsentation acht Prozent Marktanteil. Im Januar 2012 will das Management die Pilotphase auswerten und anschließend – so die Planungen – von 2013 an mit der breit angelegten Expansion in Städten wie Peking, Shenzen und Guangzhou beginnen. Auf landesweit mehr als 100 soll die Filialzahl dann sukzessive steigen. Als langfristige Vision schwebt dem Unternehmen sogar ein Netz von mehreren Hundert Geschäften vor und ein Marktanteil von über zehn Prozent in China.

Bei den Cash&Carry-Märkten (C&C) in Deutschland ist hingegen keine Erholung in Sicht. Setzten die Großmärkte 2008 laut Präsentationsunterlagen noch knapp 5,68 Milliarden Euro um, waren es 2009 nur noch 5,45 Milliarden Euro. Flächenbereinigt ging der Umsatz der deutschen Metro-Großmarktsparte 2009 sogar um deutliche 5,2 Prozent zurück. Seit 2003 hält die rückläufige Entwicklung an. Damals lag der Umsatz noch bei knapp 5,9 Milliarden Euro. Der neu eingeführte Lieferservice für C&C-Kunden brachte 2009 Umsätze von insgesamt über 500 Millionen Euro, knapp 300 Millionen Euro davon aus dem deutschen Belieferungsgeschäft.

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