Handel: Metro will mit Strategie "2010plus" die Wende schaffen

Handel: Metro will mit Strategie "2010plus" die Wende schaffen

Die Metro will mit einer neuen Strategie ihre Ertragsschwäche überwinden. Der Konzern will mehr Umsatz mit Eigenmarken erzielen, die Non-Food-Anteile sollen sinken. Geplant sind auch neue Testmärkte für Großkunden.

Der Handelskonzern Metro will das deutsche Großmarktgeschäft (Cash&Carry) mit einer Rückbesinnung auf Großkunden und der stärkeren Konzentration auf den Verkauf von Lebensmitteln wieder auf Kurs bringen. Laut einem internen Strategieplan „2010plus“, der der WirtschaftsWoche vorliegt, will Metro dazu in Deutschland ein neues Filialkonzept testen, das sich stärker auf Kernkunden wie Hotels, Restaurants und Caterer konzentriert.

Ende März startet in Siegen der erste Metro-Profi-Markt, heißt es im Unternehmen. Anschließend sollen weitere Testfilialen in Augsburg und Neu-Ulm eröffnen. Die drei Profi-Märkte werden den Plänen zufolge auf deutlich kleinerer Verkaufsfläche vor allem Lebensmittel für Großkunden anbieten und nur noch über ein stark reduziertes Non-Food-Sortiment verfügen. „Um sich deutlich von Wettbewerbern abzusetzen“, heißt es im internen Strategiepapier, sei es notwendig, das Sortiment zu straffen, „um professionelle Bedürfnisse zu erfüllen“.

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In den Testmärkten ist zudem eine „deutliche Senkung der Regalpreise“ geplant, heißt es weiter. Auch beim Service sollen die drei Märkte punkten. So werden neue Angebote wie ein Einpackservice oder die Beratung von Gastro-Kunden bei ihrer Restaurant- oder Kiosk-Planung erwogen. Zusätzlich wird den Kunden das „Angebot einer Lieferung nach Hause als Alternative zum Einkauf in der Filiale“ unterbreitet.

Auch in den klassischen Metro-Großmärkten soll der Lieferservice laut dem internen Strategiebericht auf- und ausgebaut werden. Zugleich will das Unternehmen den Verkauf von Eigenmarken forcieren. Um Kosten zu senken, plant die deutsche Geschäftsführung zudem „Einsparungen auf das gesamte Einkaufsvolumen“ und „Effizienzverbesserungen in der gesamten Logistikkette“.

Grund für die Umbaupläne ist die Ertragsschwäche der deutschen C&C-Märkte. Ihr Gewinn ging nach Informationen der WirtschaftsWoche von 2003 bis 2008 von 250 Millionen Euro auf nur noch 30 Millionen Euro zurück.

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