Handel: Schlecker will Woolworth-Läden übernehmen

Handel: Schlecker will Woolworth-Läden übernehmen

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Drogeristen wollen Woolworth-Filialen

Die Drogeriekette Schlecker plant, zahlreiche Filialen der insolventen Warenhauskette Woolworth zu übernehmen. Gut die Hälfte der Kaufhäuser sollen jedoch erhalten bleiben, der Insolvenzverwalter plant schon bald wieder Gewinne.

Die Drogeriemarktkette Schlecker will dem Bundeskartellamt zufolge zahlreiche Filialen der insolventen Warenhauskette Woolworth schlucken. Schlecker habe Pläne zur Übernahme von bis zu 71 Filialen in Deutschland zur Prüfung angemeldet, teilte das Kartellamt im Internet mit. Der größte deutsche Drogerie-Händler ist durch das Wachstum der Konkurrenz von dm oder Rossmann massiv unter Druck geraten.

Ein Sprecher des Woolworth-Insolvenzverwalters Ottmar Hermann sagte, es gebe ein Bieterverfahren für kleinere Standorte der insolventen Kette, die nicht mehr unter dem Namen Woolworth weiterbetrieben werden könnten. Das Bieterverfahren sei „auf der Zielgeraden“. Es gebe Gespräche mit „mehreren Filialisten“ aus der Handelsbranche. Hermann strebe Paketlösungen für die zum Verkauf Stehenden Filialen an. Das Personal der Standorte solle möglichst von den Käufern übernommen werden. Auch Konkurrent dm verhandelt über die Übernahme von Woolworth-Filialen, wie Unternehmenschef Harsch der WirtschaftsWoche gesagt hatte.

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Der Frankfurter Insolvenzverwalter Hermann strebt an, deutlich mehr als die zuletzt genannten 150 von ursprünglich 310 Woolworth-Filialen fortzuführen. Ziel des Insolvenzverwalters sei es, die Übernahme von möglichst großen Teilen des Woolworth-Personals zu sichern. Bundesweit hat das Handelsunternehmen rund 9000 Beschäftigte.

Hermann will vor allem die mittelgroßen Filialen fortführen, während die ganz kleinen und ganz großen Geschäfte geschlossen werden. In den Umbau der fortgeführten Filialen werde eine einstellige Millionensumme investiert, sagte der Sprecher. Die Vorbereitungen für das wichtige Weihnachtsgeschäft liefen auf Hochtouren. Sobald die Gewinnzone erreicht sei, könne der Insolvenzverwalter in aller Ruhe die Angebote möglicher Investoren prüfen.

Die insolvente Kaufhauskette Woolworth strebt für die zweite Jahreshälfte 2009 einen Gewinn an. Man werde mit hoher Wahrscheinlichkeit schwarze Zahlen schreiben, erklärte ein Sprecher des Insolvenzverwalters. Es sei im Insolvenzverfahren gelungen, die Personalkosten deutlich zu senken, das Sortiment gezielt auszudünnen und die Mieten zu senken. Woolworth sei inzwischen sehr gut aufgestellt.

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