Handel: Versandhandel knackt 30-Milliarden-Marke

Handel: Versandhandel knackt 30-Milliarden-Marke

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Boomende Branche: Vor Weihnachten verlassen bis zu 150.000 Sendungen täglich das Weltbild Logistikzentrum in Augsburg.

von Henryk Hielscher

Noch nie wurde bei Amazon, Otto und Co. so viel bestellt wie heute. Rund 30,3 Milliarden Euro Umsatz werden die Deutschen der Versandhandelsbranche in diesem Jahr bescheren. Wichtigster Wachstumstreiber ist das Onlinegeschäft.

Das Weihnachtsgeschäft soll den letzten Schub bringen: Rund sechs Milliarden Euro Umsatz dürfte die diesjährige Geschenkeschlacht Versandhändlern wie Amazon und Otto bescheren, erwartet der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh). Läuft alles nach Plan wird die Branche im Gesamtjahr dann erstmals mehr als 30 Milliarden Euro Umsatz in Deutschland erzielen.

So zumindest lautet das Ergebnis der aktuelle bvh-Hochrechnung für das Gesamtjahr 2010. Noch im Sommer hatte der Verband die Erlöse knapp unter der Grenze verortet - jetzt wurde die Prognose um 400 Millionen Euro aufgestockt.

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Drang ins Netz

Vor allem das Einkaufen via Internet lockt immer mehr Kunden. Die Online-Umsätze sollen demnach in diesem Jahr um 18 Prozent auf 18,3 Milliarden Euro steigen. 60,4 Prozent des Versandhandels würden inzwischen über das Internet abgewickelt, berichtete der Verband. Noch im Vorjahr lag der Umsatz bei 15,5 Milliarden Euro bei einem Anteil von 53,3 Prozent.

Doch egal ob Bekleidung, Schuhe, CDs und DVDs, Unterhaltungselektronik, Spielwaren oder Schmuck, immer häufiger wird im Internet geshoppt. „Online-Shopping ist schon lange kein Nischenphänomen mehr“, sagte bvh-Hauptgeschäftsführer Christoph Wenk-Fischer.

Am Online-Boom will auch die Offline-Branche mitverdienen. Stationäre Händler drängen derzeit mit Macht ins Netz: Zuletzt waren etwa die Heimwerkerketten Obi und Hornbach, der Elektronikhändler ProMarkt und Bekleidungsunternehmen wie Zara ins Internetgeschäft eingestiegen.

Ohnehin verwischen offenbar zunehmend die Grenzen zwischen klassischem Versandhandel, Online-Handel und stationärem Geschäft. „Katalogversender verkaufen zusätzlich online, Internethändler eröffneten Geschäfte in Einkaufsstraßen, und bisher stationäre Händler eröffnen ihre eigenen Shops im Netz“, sagte bvh-Präsident Thomas Lipke.

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