1,7 Milliarden Euro: Rhön will eigene Aktien zurückkaufen

1,7 Milliarden Euro: Rhön will eigene Aktien zurückkaufen

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„Nach den bisherigen Gesprächen mit Investoren sind wir sehr zuversichtlich, die nötige Mehrheit für den Rückkauf zu erhalten“, sagte Finanzvorstand Jens-Peter Neumann am Mittwoch in Frankfurt.

Nach dem Milliarden-Deal mit Fresenius sitzt Rhön auf einem Batzen Geld und will eigene Aktien zurückkaufen. Der Vorschlag des Managements liegt nun auf dem Tisch - manche Investoren hatten sich mehr erhofft.

Nach dem Verkauf eines Großteils seiner Krankenhäuser an Fresenius will das Rhön-Klinikum seine Aktionäre bedenken. Das Management rechnet mit einer breiten Zustimmung der Aktionäre zu seinen Plänen, eigene Aktien für 1,7 Milliarden Euro zurückzukaufen und einzuziehen. „Nach den bisherigen Gesprächen mit Investoren sind wir sehr zuversichtlich, die nötige Mehrheit für den Rückkauf zu erhalten“, sagte Finanzvorstand Jens-Peter Neumann am Mittwoch in Frankfurt.

Die Aktionäre könnten so an der durch den Verkauf realisierten Wertsteigerung des Unternehmens teilhaben, schrieb Konzernchef Martin Siebert im Geschäftsbericht. Einen Ausblick für dieses Jahr gab er wegen der laufenden Neuordnung des Konzerns nicht, er bestätigte aber seine Erwartungen für 2015. Im vergangenen Jahr war der Gewinn unter dem Strich wegen hoher Kosten für Verkauf und Konzernumbau um 2,6 Prozent auf 90 Millionen Euro gesunken.

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Das Unternehmen will pro Aktie mindestens 23,54 Euro bieten, höchstens aber sieben Prozent mehr. Den Beschluss soll die Hauptversammlung im Juni fassen. In der Regel steigt durch einen Rückkauf der Aktienkurs. Sollten die Aktionäre nicht zustimmen, will das Management stattdessen eine Sonderdividende von 12,08 Euro je Anteilsschein ausschütten. Rhön-Aktien reagierten am Mittwoch auf die Pläne mit einem Kursrückgang von 2,60 Prozent auf 23,25 Euro, da sich wohl einige Investoren mehr erwartet hatten.

Dem Verkauf von 40 Kliniken für rund drei Milliarden Euro war ein langes Tauziehen vorausgegangen. Ursprünglich wollte Fresenius Rhön komplett schlucken, dies scheiterte aber am Widerstand von Konkurrenten, die dazu gezielt Anteile kauften.

Die „neue Rhön“ betreibt zehn Kliniken an fünf Standorten und beschäftigt künftig etwa 15 000 Menschen. Für 2015 stellte Siebert Erlöse von 1,06 bis 1,12 Milliarden Euro in Aussicht. Das wäre gut ein Drittel des Umsatzes vor dem Verkauf. Beim Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen rechnet das Unternehmen mit 145 bis 155 Millionen Euro

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