Adidas: Rekordumsätze mit Fußballartikeln

exklusivAdidas: Rekordumsätze mit Fußballartikeln

von Peter Steinkirchner

Adidas hat beim Champions-League-Finale in München vor zwei Wochen Rekordumsätze mit Fanartikeln eingefahren. Im Interview übt Vorstandschef Herbert Hainer zudem Kritik am ARD-Markencheck.

„Wir haben in den drei Tagen rund um das Endspiel allein in München 150.000 Fan-Shirts und Kappen verkauft, da sind die Trikots nicht eingerechnet. Das ist mehr als jemals zuvor und mehr als bei jedem anderen vergleichbaren Endspiel weltweit, einschließlich Super Bowl, dem Finale der Football-Liga in den USA“, sagte Vorstandschef Herbert Hainer im Interview mit der WirtschaftsWoche. Adidas rüstet sowohl den Verlierer FC Bayern München als auch den Gewinner FC Chelsea London mit Trikots aus.

Beim Verkauf der deutschen Nationaltrikots im Rahmen der Fußball-Europameisterschaft, die am 8. Juni startet, will Hainer die Millionenmarke knacken. „Wir peilen rund eine Million verkaufte Trikots in Deutschland an. Wenn Deutschland erfolgreich spielt, werden es vielleicht noch ein paar mehr.“ Fans müssen sich dabei auf weiter steigende Preise einstellen. Schon jetzt kostet das Trikot 79,95 Euro – vor vier Jahren lag der Preis noch bei 69,95 Euro. Hainer begründet dies mit steigenden Kosten: „Der Trikotpreis ist pro Jahr um drei Prozent gestiegen, das ist nur etwas mehr als die Inflationsrate. Gleichzeitig sind aber auch die Rohstoff- und Lohnkosten gestiegen, was auch dazu führen könnte, dass das Trikot eines Tages 100 Euro kostet.“

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Herbert Hainer Quelle: dapd

Der Vorstandsvorsitzende der Adidas AG, Herbert Hainer

Bild: dapd

Im Wettbewerb mit Nike sieht Hainer Adidas beim Fußball vor dem US-Rivalen. „Wenn man sich die Marktanteilszahlen bei Fußballschuhen ansieht, kommen wir weltweit auf 37 Prozent, während Nike bei 30 Prozent liegt“, sagte er der WirtschaftsWoche, noch bevor bekannt wurde, dass sich Nike von Fußballspezialist Umbro und Schuhhersteller Cole Haan trennt. In Großbritannien konnte Adidas laut Hainer den Marktanteil auf 16 Prozent erhöhen und lag damit nur noch zwei Punkte hinter dem dortigen Marktführer Nike.

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Kritik an ARD-Markencheck

Im Interview mit der WirtschaftsWoche wehrt sich Herbert Hainer gegen jüngste Vorwürfe von Gewerkschaftern aus El Salvador in der ARD-Sendung „Markencheck“, ein Zulieferer des Unternehmens sei der schlimmste Arbeitgeber in der Region. „Der Beitrag verschwieg, dass wir in dieser Fabrik in El Salvador seit zehn Jahren nicht mehr tätig sind. Das passte aber wohl nicht in das Konzept der Sendung“, kritisierte Hainer im Interview mit der WirtschaftsWoche. Adidas habe den Fabrikbesitzer mehrfach abgemahnt und sich dann von ihm getrennt, weil er sich nicht an die Vorgaben gehalten habe.

Sogar noch drei Jahre später, nach der Pleite des ehemaligen Zulieferers, habe sich Adidas um dessen Mitarbeiter gekümmert: „Wir haben mit der Regierung von El Salvador verhandelt und uns bemüht, den Arbeitern zu neuen Jobs zu verhelfen“, so Hainer. Das sei „zum größten Teil auch gelungen“. Adidas nehme seine Verantwortung für die Arbeitsbedingungen „seit Jahren sehr ernst“. Im Konzern arbeite ein eigenes Team von 65 Mitarbeitern daran, die Verhältnisse bei den Zulieferbetrieben „ständig im Blick zu haben und zu verbessern.“

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