Adidas: Rorsted warnt vor US-Importzöllen

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Adidas-Vorstandschef Kasper Rorsted.

von Peter Steinkirchner

Adidas-Vorstandschef Kasper Rorsted warnt mit Blick auf Pläne von US-Präsident Donald Trump vor der Einführung neuer Importzölle.

Der WirtschaftsWoche sagte Rorsted: „Wir beschäftigen rund 13.000 Mitarbeiter in den USA und bauen den Personalbestand noch weiter aus. Das alles wäre gefährdet, wenn wegen einer möglichen Steuer die Produkte teurer werden müssten und die Nachfrage sinkt.“  Massenproduktion von Turnschuhen in den USA werde es auch nach der Einführung von Zöllen nicht geben, sagte Rorsted, der seit Oktober 2016 an der Spitze von Europas größtem Sportkonzern steht: „Dafür fehlen schlicht die Fabriken.“

Adidas Adidas investiert in Onlinehandel in Asien

Der neue Adidas-Vorstandschef Kasper Rorsted will vor allem in Asien den Umsatz des Sportkonzerns im Online-Handel deutlich steigern.

Der Sportkonzern Adidas will seinen Umsatz in Asien deutlich steigern. Quelle: REUTERS

Die geplante neue Speed Factory von Adidas in Atlanta produziere eine halben Million Paar Schuhe im Jahr. Rorsted: „Eine Million Paare verkaufen wir im Moment pro Tag. Bei einem geplanten Wachstum von 11 bis 13 Prozent kommen jährlich 40 Millionen Paar Schuhe hinzu. Wir müssten also 80 Speed Factories eröffnen, um allein den Zuwachs zu decken. Das funktioniert nicht“. Sollte US-Präsident Trump bei der Eröffnung dabei sein wollen, würde Rorsted Trump „wahrscheinlich zusagen.“ Rorsted sagte: „Eine politische Meinung, ob ich eine Führungskraft mag oder nicht, steht mir nicht zu.“

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Der US-Markt steht besonders im Fokus des neuen Adidas-Chefs. Bis 2020 will Rorsted allein mit der Marke Adidas den Umsatz von zuletzt knapp drei auf fünf Milliarden Euro steigern. Dazu hat er den Vertrag mit US-Landeschef Mark King verlängert: „Es war eine meiner ersten Aufgaben, gemeinsam mit unserem Vertriebschef Roland Auschel die Vertragsverlängerung von Mark King unter Dach und Fach zu bringen. Amerika ist das zentrale Langfristprojekt für uns.“

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