Ärger für den Discounter: Aldi trägt Gerichtskosten im Butter-Streit

Ärger für den Discounter: Aldi trägt Gerichtskosten im Butter-Streit

, aktualisiert 09. Mai 2014, 13:09 Uhr
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Im Streit mit einer Kundin um verdorbene Butter hat Aldi nun doch die Laborberichte freigegeben.

Aldi streitet sich seit einem Jahr mit einer Kundin, die ranzige Butter bei dem Discounter gekauft hatte. Sie forderte Einsicht in den Prüfbericht eines Labors. Bislang stellte sich Aldi quer - gab nun aber nach.

Im Streit um zwei Päckchen ranzige Butter hat der Discounter Aldi Nord eingelenkt. Das Unternehmen händigte der betroffenen Kundin den geforderten Prüfbericht aus. Damit wollte der Discounter eine für diesen Freitag am Amtsgericht Neumünster angesetzte gerichtliche Klärung des Vorfalls vermeiden. Mit der Aushändigung des Prüfberichts entfalle „jeder Grund“ dafür, hieß es in einer Mitteilung des Unternehmens. Ziel sei es, eine außergerichtliche Einigung mit der Kundin zu erreichen.

Dennoch gab es eine kurze Verhandlung am Freitag. Aldi Nord wollte freiwillig die Gerichtskosten übernehmen, die Amtsrichterin akzeptierte das Angebot. Die Klägerin und die Verbraucherorganisation Foodwatch hatten sich eigentlich ein Grundsatzurteil zu den Informationsrechten der Verbraucher bei verdorbenen Waren erhofft. Diese Frage bleibe nun offen, da das Gericht mit der Kostenübernahme durch Aldi nicht mehr in der Sache habe entscheiden müssen, sagte ein Sprecher von Foodwatch.

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Andreas Winkler von Foodwatch sagte, es stehe zu befürchten, "dass die Gesetze hinten und vorne nicht ausreichen, um den legitimen Informationsansprüchen der Verbraucher gerecht zu werden". Die "Mauertaktik" von Aldi sei "typisch für den Umgang von Lebensmittelunternehmen mit ihren Kunden". Die Verbraucherschützer fordern einen gesetzlichen Anspruch auf Auskunft. Der Discounter wies ausdrücklich darauf hin, dass das Unternehmen nicht verpflichtet sei, Verbrauchern Laboruntersuchungen zugänglich zu machen.

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Die Aldi-Kundin hatte nach der Rückgabe der verdorbenen Irischen Butter zunächst vergeblich die Herausgabe der Labor-Ergebnisse verlangt. Sie wollte wissen, was genau mit der Butter nicht in Ordnung war. Aldi Nord hatte der Kundin lediglich mitgeteilt, dass "die Butter nicht zum Verzehr geeignet" war. Der Discounter weigerte sich jedoch, die Ergebnisse der Untersuchung herauszugeben.

Erst jetzt, fast ein Jahr später, lenkte der Konzern ein. Die Labor-Ergebnisse zeigen, dass die Butter „Anzeichen von Fettverderb“ aufwies. Aldi versicherte, dass die Gesundheit der Kunden zu keinem Zeitpunkt gefährdet gewesen sei.

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