Aktie bricht ein: Adidas streicht Gewinnziel

Aktie bricht ein: Adidas streicht Gewinnziel

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Adidas gar nicht mehr weltmeisterlich - Kurs bricht ein

Fast 200 Millionen Euro weniger Gewinn als erwartet: Sportausrüster Adidas kappt sein Ziel für 2014 - und gibt unter anderem der Ukraine-Krise die Schuld.

Schock für die Anleger: Der deutsche Sportartikelhersteller Adidas AG hat überraschend die eigene Gewinnprognose für das laufende Jahr zurückgenommen. Die Aktie brach daraufhin um mehr als zwölf Prozent ein. Am Donnerstagmorgen erreichte sie den niedrigsten Stand seit zwei Jahren.

830 Millionen Euro Nettogewinn hatte Adidas ursprünglich für 2014 versprochen. Jetzt sollen es noch 650 Millionen Euro werden. Zum Vergleich: Im Vorjahr hatte der Nike-Konkurrent ein Rekordergebnis von 787 Millionen Euro eingefahren. Doch die Rekordjagd ist vorerst zu Ende. Im zweiten Quartal legten die Erlöse des Sportausrüsters um zwei Prozent auf 3,5 Milliarden Euro zu. Es bleib ein Nettogewinn von 144 Millionen - 28 weniger als im Jahr zuvor.

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Quelle: dpa

WM-Bonus alleine reicht nicht
Eigentlich hatte die Fußball-WM dem Sportausrüster nochmal ordentlich Rückenwind geben und mehr Gewinn bringen sollen. Gleich mehrere Effekte machten die – als Sponsor und Werber sehr teuer erkaufte – positive Wirkung des Großereignisses jedoch wieder zunichte.

Adidas leidet weiter unter Währungseffekten. Schon länger belasten den Konzern die ungünstigen Umrechnungen. 50 Millionen Euro sind ihm allein im ersten Quartal entgangen. Dabei spitzt sich die Lage in manchen Regionen weiter zu. So beschleunige etwa die Ukraine-Krise den Kursverfall des russischen Rubel. Gleichzeitig beeinflusse das die Kauflaune der Kunden, heißt es aus dem Konzern.

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Konzern-Umbau geplant

Adidas will Konsequenzen aus den Rückschlägen ziehen. Die Tochter TaylorMade-Adidas Golf, einst Umsatzbringer, wird immer mehr zur Last. Weil in Amerika weniger Menschen Interesse an Golf haben, soll die Marke umgebaut werden. In Russland sollen weniger neue Geschäfte eröffnen und zugleich mehr Läden schließen als bisher geplant, die für Marken und Verkauf zuständigen Konzernteile stärker auf Effizienz getrimmt werden. Das klingt nach drastischen Einsparungen. Für Werbung will Adidas hingegen mehr Geld ausgeben und insbesondere die Kernmarken Adidas und Reebok stärken.

Dass der Umbau schnell abgeschlossen wird, ist unwahrscheinlich. Vorsorglich hat Adidas auch die mittelfristige Planung kassiert. Die Ziele des Programms “Route 2015” seien erst später als ursprünglich erwartet zu erreichen, hieß es.

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