Albert Heijn: Holland to go in Düsseldorf

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Albert Heijn: Holland to go in Düsseldorf

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In Düsseldorf hat die bundesweit dritte Filiale von Albert Heijn to go eröffnet.

von Kerstin Dämon

In Nordrhein-Westfalen hat die dritte Filiale der holländischen Kette Albert Heijn to go eröffnet. Der Mutterkonzern Ahold wagt damit einen weiteren Vorstoß auf den deutschen "to-go"-Markt.

In Aachen und Essen haben dieses Jahr bereits Filialen eröffnet, nun haben auch die Düsseldorfer Pendler einen der niederländischen Snack-Läden des Lebensmittelkonzerns Ahold bekommen. Im Zuge dieses Angriffs auf den deutschen Convenience-Markt sollen noch acht weitere Geschäfte im Laufe des kommenden Jahres folgen. Ahold setzt mit seiner Marke Albert Heijn auf die Bedürfnisse von Pendlern, Berufstätigen in der Mittagspause und allgemein gestressten Menschen, die sich zwar "to go", aber trotzdem einigermaßen gesund ernähren wollen. "Wer nicht mehr überlegen möchte, ob er zum Bäcker, Supermarkt oder einem Imbiss um die Ecke gehen soll, kommt zu uns", sagt Jürgen Hotz, General Manager von Albert Heijn to go Germany.

Dementsprechend sieht das Angebot aus: Von Salaten über abgepackte Tapas, Sushi, frisches Obst und belegten Broten bis zu fertig zusammengestellten "Steam-Menus" mit rohem Gemüse und rohem Fleisch, die wahlweise direkt vor Ort oder im Büro in der Mikrowelle fertig gegart werden können, ist alles auf die Ernährung für zwischendurch, unterwegs oder zum Mitnehmen ausgerichtet. Jeden Tag werden die frischen Produkte aus Holland nun auch an den Düsseldorfer Graf-Adolf-Platz geliefert. Von 6.30 Uhr bis 19 Uhr sollen sich die Pendler und Angestellten mit dem sogenannten Convenience-Food versorgen.

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Wer ist Ahold?

  • Mitarbeiter und Geschäftskonzepte

    In den Niederlanden arbeiten 110.000 für Albert Heijn - 30.000 davon als Franchisenehmer. Albert Heijn betreibt nicht nur klassische Supermärkte, sondern auch XL-Geschäfte, To-Go-Läden, Stadteilversorger (wijwinkel) und einen Onlineshop.

  • Weltweit aktiv

    Ahold betreibt aktuell rund 3000 Geschäfte in zwölf Ländern. Davon rund 850 Albert Heijn Supermärkte, wovon 220 als Franchise-Filialen betrieben werden. 1995 erwarb Ahold die US-Kette Stop&Shop mit aktuell 375 Märkten in New England, New York und New Jersey. Deutschland ist nicht das einzige Land, in dem Ahold expandieren will. Bis 2016 sollen außerdem 50 Märkte in Belgien folgen.

  • Umsatz 2011

    Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Ahold 2011 einen Umsatz von 30,3 Milliarden Euro. Das waren 2,5 Prozent mehr als 2010. Konzernchef Dick Boer stellt sich für das laufende Jahr auf ein schwieriges Umfeld ein: „2012 wird ein weiteres herausforderndes Jahr für die Branche werden.“ Die Verbraucher blieben preisbewusst und der Wettbewerb unter den Einzelhändlern hart. Im zweiten Quartal legte Ahold wegen der guten Entwicklung auf dem US-Markt dennoch zu. Und steigerte den Nettogewinn um ein Viertel auf 248 Millionen Euro. Der Umsatz stieg um 12 Prozent auf 7,7 Milliarden Euro.

  • Übernahmen

    Vor allem in den USA hat Ahold kräftig zugekauft. So gingen 16 Genuardi-Shops an die niederländische Kette, ebenso wie einige King Kullen- und Fresh & Green-Filialen die jetzt unter dem Stop& Shop-Label laufen. In den Niederlanden hat Ahold den Wettbewerber Jumbo mit 78 Filialen der Kette "C1000" und vier Jumbo-Geschäften sowie das Internetportal Bol.com übernommen.

  • Sparprogramm

    In November kündigten die Niederländer an, innerhalb der nächsten drei Jahre 350 Millionen einsparen zu wollen.

Auf 80 Quadratmetern bietet Albert Heijn to go seinen Kunden nun rund 600 verschiedene Produkte in einem Preisrahmen von bis zu fünf Euro. Geplant ist der Shop so, dass Kunden ihren Einkauf binnen zwei Minuten erledigen können: Getränke und Menus stehen im gleichen Regal, drei Kassen sollen auch bei größerem Andrang für schnellen Service sorgen und die Mitarbeiter fragen ihre Kunden schon beim Reinkommen, ob sie einen Kaffee oder einen Tee möchten. Wenn der Kunde dann mit seiner Suppe und dem Schokoriegel an der Kasse ist, steht der Kaffee schon auf dem Tresen.

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Damit reagiert die Marke auch auf das veränderte Einkaufsverhalten junger Menschen. "Wenn die Muße fehlt, wird das Konsumverhalten rationalisiert und auf Effizienz hin getrimmt", sagt Tim Oesterlau vom Markt- und Meinungsforschungsinstitut YouGov. Dementsprechend bietet das Unternehmen seinen Kunden auch wechselnde "Meal Deals" zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen. Morgens gibt es beispielsweise ein Croissant und einen Kaffee, mittags ein Menu, dass aus einem Salat und einem Smoothie besteht, und abends ein Mikrowellengericht und ein Wasser.

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