Albrecht-Familie: Aldi-Milliardenprojekt gerät in Gefahr

Albrecht-Familie: Aldi-Milliardenprojekt gerät in Gefahr

, aktualisiert 04. Juli 2017, 11:11 Uhr
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Heller, freundlicher, großzügiger - so sollen Filialen von Aldi Nord nach den Modernisierungen von den Kunden wahrgenommen werden.

Quelle:Handelsblatt Online

Aldi Nord will mit dem Projekt „Aniko“ seine Filialen modernisieren. Dafür nimmt der Discounter mehr als fünf Milliarden Euro in die Hand. Doch ein Streit im Albrecht-Clan könnte das Vorhaben noch blockieren.

EssenDer Discounter Aldi Nord will weltweit mehr als fünf Milliarden Euro in die Modernisierung seiner Filialen investieren. Die Geschäfte sollen durch das Umbauprojekt Aniko heller, freundlicher und auch ein Stück weit großzügiger werden. „Aniko ist eine der bedeutendsten unternehmerischen Entscheidungen in der Geschichte von Aldi-Nord“, erklärte Theo Albrecht junior, Sohn des Unternehmensgründers, der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte bereits die „Bild am Sonntag“ über die Pläne berichtet.

Die Milliardeninvestitionen müssen allerdings noch eine wichtige Hürde nehmen. Denn der Discounter ist im Besitz von drei Stiftungen, die den Plänen einstimmig zustimmen müssen. Doch fehlt bislang grünes Licht von der Jacobus-Stiftung, in der die Witwe des Gründersohns Berthold Albrecht und ihre Kinder das Sagen haben. Deshalb wird befürchtet, dass die Pläne in die seit über einem Jahr andauernden Auseinandersetzungen zwischen den zerstrittenen Familienstämmen – auf der einen Seite Berthold Albrecht junior, auf der anderen Seite Babette Albrecht und ihre Kinder – hineingezogen werden könnten.

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Das „größte Investitionsprojekt“ in der Firmengeschichte drohe sich wegen der Nicht-Zustimmung der Jakobus-Stiftung zu verzögern, zeigten sich Unternehmenskreise besorgt. Dies könne Aldi Nord in dem harten Wettbewerb der Branche belasten.

Der Rechtsanwalt von Babette Albrecht, Wolfgang Urban, wies den Vorwurf, den Konzern zu bremsen, allerdings entschieden zurück. Er betonte, der Vorstand der Jacobus-Stiftung werde entscheiden, sobald alle notwendigen Informationen dafür vorlägen. Dies sei jedoch derzeit noch nicht der Fall. „Wir können nicht auf Basis unvollständiger Informationen entscheiden. Es geht ja um viel Geld.“

Quelle:  Handelsblatt Online
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