Amazon: Verdi will paritätisch besetzte Aufsichtsräte

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Neben Streiks im Weihnachtsgeschäft drängt die Gewerkschaft auch in die Aufsichtsräte von Amazon.

von Henryk Hielscher

Im Tarifstreit mit Amazon erhöht die Gewerkschaft Verdi den Druck auf das Management des Netzgiganten.

Die Gewerkschaft Verdi verschärft den Arbeitskampf mit dem Online-Kaufhaus Amazon und will nun an jedem großen Amazon-Standort einen paritätisch besetzten Aufsichtsrat durchsetzen. "Ziel ist es, künftig auch über die Gremien gegen die Tarif-Blockade des Konzerns vorzugehen", kündigte Stefan Najda in der WirtschaftsWoche an. Najda ist bei Verdi für den Online-Handel zuständig.

Verdi hat deshalb in den vergangenen Wochen an den Amazon-Standorten Leipzig, Graben, Koblenz und Rheinberg sogenannte Statusverfahren eingeleitet. Dabei wird gerichtlich überprüft, ob die jeweiligen Amazon-Tochterunternehmen mehr als 2000 Mitarbeiter beschäftigen und entsprechend Aufsichtsräte bilden müssen, bei denen die Beschäftigten die Hälfte der Mitglieder stellen.

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Vorbild der Aktion ist das Amazon-Lager in Bad Hersfeld. Dort wurden Ende August zwei Verdi-Vertreter in den Aufsichtsrat gewählt. Zuvor war das Kontrollgremium über ein Statusverfahren erweitert worden. "Bad Hersfeld war der Anfang"“, sagt Verdi-Vertreter Najda. Nun seien die vier anderen Standorte dran.

Amazon sieht die Voraussetzungen für paritätisch besetzte Aufsichtsräte dagegen nicht erfüllt. Das Unternehmen werde an den vier Standorten "dauerhaft weniger als 2000 Mitarbeiter" beschäftigen, sagt eine Sprecherin.

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