Antizyklisch einkaufen: Kaufen, wenn es keiner braucht

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Antizyklisch einkaufen: Kaufen, wenn es keiner braucht

von Andreas Toller

Haben Sie das Gefühl, zu viel für Ihre Weihnachtsgeschenke ausgegeben zu haben? Keine Sorge, Sie sind nicht allein. Wer aber diese Tipps zum antizyklischen Einkaufen beherzigt, kann viel Geld sparen.

In der Adventszeit kommt der Konsument in Wallung – und lässt den Handel jubeln. Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft ist die Laune der Verbraucher auf dem Höhepunkt. Laut Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung ist die Stimmung der Verbraucher so gut wie seit sechs Jahren nicht mehr. "Die Einkaufswagen werden zur Weihnachtszeit wieder sehr voll sein", sagte GfK-Experte Wolfgang Adlwarth. Im Schnitt werden die Deutschen 288 Euro für Geschenke ausgegeben haben – und damit nochmal mehr als im Vorjahr.

Nach einer Studie von deals.com liegt das Budget für Geschenke in Deutschland sogar bei 377 Euro. Im internationalen Vergleich ist das aber gar nicht so viel. Spitzenreiter sind die Briten mit mehr als 520 Euro, gefolgt von Australien (472 Euro) und den USA (464 Euro). Hinter Kanada (426 Euro) rangiert Deutschland demnach nur auf dem fünften Platz. Die Deutschen geben ihr Geld also auch in der besinnlichen Zeit besonnen aus. Hätten Sie ihre Weihnachtsgeschenke jedoch schon vor Monaten besorgt, wären sie deutlich billiger davon gekommen. Denn viele Waren sind besonders günstig, wenn die Nachfrage mau ist, aber teuer, wenn Weihnachten naht.

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Richtiges Timing spart viel Geld

Bücher, Geldgeschenke und Kleidung standen ganz oben auf den Wunschlisten. Während Bücher und Geldgeschenke keinerlei Preisschwankungen unterliegen, ist das Timing für den Kauf von Bekleidung besonders preisrelevant. Wer vor Weihnachten noch ein Paar Winterstiefel kauft, zahlt natürlich mehr als Ende Januar, wenn die Winterware mit großzügigen Rabatten verkauft wird, um die Lager zu leeren. Bademoden sind hingegen im September um bis zu 70 Prozent günstiger. Auch bei Möbeln und Haushaltsgeräten sind im Juli oder August Preisnachlässe von 50 Prozent und mehr drin. Schmuck fällt in den Monaten nach Weihnachten ebenfalls im Preis. Im September ist Goldschmuck hingegen oft besonders günstig. Mit Beginn der Hochzeitssaison in Indien im Oktober – Gold ist dort ein typisches Hochzeitsgeschenk – steigt der Preis dann wieder.

Die beliebtesten Weihnachtsgeschenke der Deutschen

  • Platz zehn

    Platz 10

    Gadgets für den Gabentisch: Jeder Fünfte wünscht sich Notebook, PC oder Tablet-Computer zum Fest (22 Prozent).

  • Platz neun

    Platz 9

    Geschenk für die Seele: Viele Menschen wünschen sich Massagen, Wellness- oder Schönheitsanwendungen (22 Prozent, Vorjahr: 21 Prozent).

  • Platz acht

    Platz 8

    Smartphones werden immer beliebter: Wünschten sich 2011 noch 15 Prozent der Verbraucher ein Multimedia-Handy, sind es in diesem Jahr 23 Prozent. Auch die Auswahl ist in diesem Jahr deutlich größer – hier ein iPhone.

  • Platz sieben

    Platz 7

    Ringe, Ketten und Uhren sind traditionell beliebte Geschenke zum Fest. Wie im Vorjahr wünscht sich fast jeder Vierte Schmuck (23 Prozent).

  • Platz sechs

    Platz 6

    Alternative zu Bargeld: 24 Prozent der Deutschen wollen Geschenkgutscheine, deutlich weniger als im Vorjahr (36 Prozent).

  • Platz fünf

    Platz 5

    In den Parfümerien ist viel los: Kosmetik und edle Düfte sind zum Fest ein Renner und stehen bei jedem Vierten auf dem Wunschzettel (24 Prozent).

  • Platz vier

    Platz 4

    In vielen Geschenken ist Musik drin: 26 Prozent der Verbraucher wünschen sich CDs.

  • Platz drei

    Platz 3

    Nicht gerade billig, aber trotzdem beliebt: Jeder Vierte wünscht sich eine Reise (26 Prozent, 2011: 22 Prozent).

  • Platz zwei

    Platz 2

    Ein paar Schmöker für die kalten Tage – Bücher sind ein Geschenkeklassiker. 41 Prozent der Deutschen wünschen sich Lektüre. Allerdings ist die Leseleidenschaft laut der Deloitte-Umfrage deutlich zurückgegangen, 2011 standen Bücher noch auf jedem zweiten Wunschzettel (51 Prozent).

  • Platz eins

    Platz 1

    Nur Bares ist Wahres. Nach diesem Motto wünschen sich 46 Prozent der Menschen in Deutschland Geld zum Fest, noch einmal mehr als im Vorjahr (2011: 43 Prozent).

Lego mit Preissetzungsmacht

Besonders als Geschenk begehrte Waren werden nach Weihnachten preiswerter.. Zum Bespiel Spielwaren der Marke Lego. Das Preisvergleichsportal guenstiger.de hat festgestellt, dass die beliebten Plastikklötzchen in den sieben Wochen vor Weihnachten um durchschnittlich 47 Prozent teurer sind. „Bei Lego beobachten wir jedes Jahr deutliche Preiserhöhungen zur Weihnachtszeit“, sagt Artur Jagiello, Kommunikationschef bei guenstiger.de. „Bei einem Lego-Spielzeugdrachen stieg der Preis zum Beispiel von elf auf 23 Euro, also mehr als 100 Prozent.“ Allerdings gälten die Preissteigerungen nicht für alle Lego-Produktlinien gleich. „Dass die Star-Wars-Reihe von Lego eher im Preis fällt, hat uns überrascht“, so Jagiello. Nach Weihnachten jedoch fallen die Preise bis zum Sommer.

Monat

Günstige Produktgruppen

Januar

Autos und Motorräder, Fahrräder, Schmuck, Uhren, Kameras, Gartenmöbel und -zubehör, Einrichtung, Sport und Camping, Winterkleidung, generell alle typischen Weihnachtsgeschenke wie Krawatten, CDs und Elektrogeräte so Weihnachtsdeko, Sommerreisen, Fitness-Studios mit Angeboten

Februar

viele Waren wie im Januar, Unterwäsche, Wintersportausrüstung und -bekleidung, Geschirr, Süßwaren, Wein

März

Winterkleidung, Winterschuhe, Winterreifen, DVDs, Filme, Musikinstrumente, letzter Monat für Sommerreisen

April

TV- Geräte, Musikanlagen, Winterkleidung und -schuhe, Kaffee, Produkte für die Wohnungsrenovierung (Tapeten, Farben, etc.), Winterreifen

Mai

TV-Geräte, Computer, Elektrogeräte, Haushaltstextilien (Bettwäsche), Musikinstrumente

Juni

Lederbekleidung, Großgeräte, Bodenbeläge, Bettwaren, Heimtextilien, Kosmetik

Juli

Campingartikel, Notebooks, Handys, Computer, TV-Geräte, Großgeräte, Kosmetik, Möbel, Gemüse, Fitness-Studios mit Angeboten

August

Möbel, teilweise Campingartikel, Sommerkleidung und -schuhe, Schreibwaren, Kinderkleidung, Spielwaren, Obst wie Bananen

September

erste Weihnachtsgeschenke, Bademode, Sommerbekleidung, Grill und -zubehör, Möbel, Bodenbeläge, Topfpflanzen, Obst wie Weintrauben, Schnittblumen, Gold und Goldschmuck, Herbst- und Winterreisen

Oktober

Sportartikel und -bekleidung, Fahrräder und -zubehör, Gartenmöbel, Spielwaren, Gold und Schmuck, Obst wie Ãpfel, Herbst- und Winterreisen

November

letzte Weihnachtseinkäufe, typische Sommerfahrzeuge (Motorräder, Cabrios, Roller), Sommer- und Winterreifen, Kalender, einheimisches Obst und Gemüse, Kosmetik, Parfums

Dezember

Gartenmöbel und -zubehör, Klimaanlagen, Sicherheitstechnik, Heizöl (immer weniger zyklisch), Nüsse, Lebkuchen, Zitrusfrüchte

Quelle: sparwelt.de,

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