Asics-Deutschland-Chef: "Unter Sportmarken geht es um Verdrängung"

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InterviewAsics-Deutschland-Chef: "Unter Sportmarken geht es um Verdrängung"

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Asics-Manager Carsten Unbehaun: "Deutschland ist, was Laufschuhe betrifft, nach den USA der härteste und größte Markt der Welt."

von Peter Steinkirchner

Asics-Deutschland-Chef Carsten Unbehaun meldet erstmals mehr als 100 Millionen Euro Umsatz. Weltweit macht der japanische Konzern Puma Rang drei der Sportmarken streitig.

WirtschaftsWoche: Herr Unbehaun, Adidas hat mit dem Boost einen Laufschuh mit einer völlig neuen Dämpfung auf den Markt gebracht, auch Pumas neues Modell Mobium setzt auf Innovation - rückt Ihnen die Konkurrenz im Laufschuhmarkt auf die Pelle?

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Unbehaun: Eins ist sicher richtig: Deutschland ist, was Laufschuhe betrifft, ein sehr umkämpfter Markt und nach den USA der härteste und größte der Welt. Trotzdem sind wir hierzulande mit etwa der Hälfte der Marktanteile bei Trainings- und Wettkampfschuhen Marktführer. Nimmt man neue Schuhkonzepte wie das sogenannte Natural Running...

...Laufschuhe ohne zusätzliche Stabilisation und Dämpfung...

...nimmt man die hinzu, liegen wir bei einem guten Drittel der Marktanteile und führen den Markt ebenfalls an. Das entspricht unserer weltweiten Strategie: Wir wollen bei Laufschuhen in allen Kategorien Marktführer sein. Den Erfolg sieht man auf jeder Marathonstrecke: Zwischen 40 und 50 Prozent aller Teilnehmer kommen in unseren Schuhen ins Ziel.

Macht das Ihrem Umsatz Beine?

Laufschuhe sind mit Abstand unser wichtigstes Segment. Sie haben wesentlich dazu beigetragen, dass wir im vergangenen Jahr in Deutschland die 100-Millionen-Euro-Grenze beim Umsatz deutlich übertroffen haben – zum ersten Mal in der Unternehmensgeschichte. Wir sind im zweistelligen Prozentbereich gewachsen, und das im dritten Jahr hintereinander. Wir gehen auch davon aus, dass es im laufenden Jahr so weiter geht. Damit wachsen wir schneller als der Sportschuhmarkt.

Adidas, Nike und Puma sind als Marken aber doch viel bekannter?

Ja, Asics ist in Deutschland noch nicht so bekannt wie die eine oder andere Marke, aber wir holen spürbar auf. Unter Sportlern haben wir heute eine gestützte Bekanntheit von knapp 70 Prozent - vor drei, vier Jahren lagen wir etwa 30 Prozentpunkte dahinter. Da haben wir noch einiges an Potenzial. Deshalb investieren wir zwar weiterhin in Forschung und Entwicklung, aber eben auch deutlich mehr ins Marketing. Beispielsweise machen wir auch TV-Werbung.

Adidas und Co. Sportartikelbranche blickt zufrieden auf 2012

Ein Umsatzwachstum von rund 5 Prozent stellt die meisten Händler zufrieden.

Mit Winterkleidung machen die Sportartikelhersteller bis zu ein Drittel ihres Umsatzes. Quelle: dpa

Wo sind Sie gewachsen?

In fast allen Kategorien. Am stärksten jedoch bei Lauftextilien, wo wir 60 Prozent zulegen konnten.

Da rennen Sie der Konkurrenz mächtig hinterher?

Das stimmt, bislang liegt der Umsatzanteil mit Textilien bei unter zehn Prozent. Hier sehen wir noch großen Nachholbedarf, das gehen wir stärker an. Wir müssen es schaffen, dem Verbraucher besser zu erklären, welchen Nutzen ihm ein funktionelles Laufshirt bringt. Das ist ja nicht so offensichtlich wie bei einem guten Laufschuh. Gewachsen sind wir aber auch in Sportarten wie Volleyball und Handball, und wir wollen weltweit beim Tennis angreifen. Mittelfristig wollen wir in allen Sportarten, in denen wir dabei sind, Platz 1 oder 2 erreichen.

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