Auch in Deutschland: Amazon startet Flatrate für E-Books

ThemaOnlinehandel

exklusivAuch in Deutschland: Amazon startet Flatrate für E-Books

Bild vergrößern

Amazon will auch in Deutschland eine Flatrate für E-Books anbieten.

von Peter Steinkirchner

Amazon wird auch in Deutschland eine Flatrate für E-Books anbieten.

Gegen einen festen monatlichen Betrag können Kunden dann beliebig viele E-Books ausleihen und lesen. In den USA verlangt der Online-Versandhändler für das Bücherabo 9,99 Dollar im Monat. Laut WirtschaftsWoche plant der US-Konzern Verlagen zufolge die Einführung von Kindle Unlimited hierzulande zur Frankfurter Buchmesse, die am 8. Oktober beginnt. Amazon selbst äußerte sich nicht zu dem Projekt. Zum Deutschland-Start sind nach WirtschaftsWoche-Informationen nur wenige der großen Verlagshäuser mit ihren Titeln vertreten.

Das Verhältnis zu Amazon ist belastet, weil der US-Konzern von der Verlagsgruppe Bonnier höhere Rabatte für elektronische Bücher fordert. Eine Einigung steht noch aus. „Wir sind weiter in intensiven Verhandlungen“, sagte Bonnier-Geschäftsführer Christian Schumacher-Gebler der WirtschaftsWoche.

Anzeige

Kleinere Anbieter wie der Münchner Verlag Dotbooks wollen sich indes an Amazons Flatrate beteiligen. „Wir machen da mit, das Flatrate-Lesen ist ein Modell der Zukunft“, sagte Verlegerin Beate Kuckertz.

Anzeige

1 Kommentar zu Auch in Deutschland: Amazon startet Flatrate für E-Books

  • "flat" heißt flach, und man kann sich am kleinen Finger ausrechnen, warum einige Flach-Verlage wie dot-books Bereitschaft andeuten, sich auf die Selbstaufgabe einzulassen. Aber warum sollte ein Verlag von Rang und Niveau Amazon zu mehr absoluter Kundenbindung verhelfen? Man sieht jetzt übrigens, welche Strategie dahinter steht, dass Amazon die E-Book-Preise drücken und gleichzeitig seine Marge höher setzen möchte: Wenn Verlage sowieso an einem E-Book kaum noch etwas verdienen _dürfen_, können sie ihre Angebote auch ebenso gut in das Flachangebot einfüttern - es macht dann tatsächlich finanziell keinen großen Unterschied mehr. Die Verlage geben dabei - quasi unter Gewaltandrohung - die Fähigkeit auf, ihre Umsätze im E-Book-Segment noch wirklich selbst steuern zu können. Und das ist der Punkt, der bei diesem "Modell der Zukunft", das für viele Autoren und Verlage die Zukunft eher beerdigen würde, auffällt: Die Idee kommt von einem Monopol-Streber, nur in seinem Interesse liegt die "Idee". Das Vorgehen ist daher dem Prinzip nach eine Okkupation. Das von Finanzinteressen gesteuerte Unternehmen will sich die ganze Branche tutti completti, alle Strukturknochen und alle Nervensysteme, einverleiben, einschließlich der Nutzer, die über die Flatrate quasi zu Amazons Kundenvolk werden, zum Besitz des Unternehmens. Man kann es als Indikator für die marktbeherrschende Stellung Amazons ansehen, wie weit es mit seiner End-Offensive kommt.

Alle Kommentare lesen
Unternehmer stellen sich vor
WiWo Guide Unternehmenssuche

Finden Sie weitere Unternehmen aus der für Sie relevanten Branche. z.B.

  • Branchenführer: Hogan Lovells
  • Branchenführer: Luther Rechtsanwaltgesellschaft
  • Branchenführer: Rödl & Partner
WiWo Guide Personensuche

Finden Sie weitere Spezialisten auf dem für Sie relevanten Fachgebiet, z.B.

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.

Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%