
Es ist ein Hoffnungsschimmer in dunkelster Nacht. Der Umsatz von Praktiker ging im vierten Quartal 2011 nur noch um 0,6 Prozent zurück. Für das gesamte Jahr muss Praktiker aber ein Umsatzminus von 7,7 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro verkraften.
Das Auslandsgeschäft bröckelte massiv. Weil vor allem die Kunden in Griechenland, Rumänien und Bulgarien weniger einkauften und sich zudem noch Wechselkurse verschlechterten, erlöste Praktiker von Oktober bis Dezember in seinem Auslandsgeschäft fast 13 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Fox hofft auf Deutschland
Der deutsche Markt soll es nun richten. Vorstandschef Thomas Fox: „Die Umsatzstabilisierung bei Praktiker Deutschland im vierten Quartal lässt uns hoffen, dass wir die erste Phase der Durststreckejetzt hinter uns gelassen haben“, Fox, der seit Amt im Sommer 2011 angetreten hat, hat sich die Sanierung der Baumarktkette auf die Fahnen geschrieben. Mit der besseren Umsatzentwicklung im Schlussquartal im Rücken hofft Vorstandschef Fox auf einen schnellen Erfolg seiner Sanierungsmaßnahmen.
Der tief in den Verlusten steckende Baumarktkonzern hatte im November angekündigt, im Zuge der Restrukturierung 1400 Vollzeitstellen zu streichen. Insgesamt zählt Praktiker 20.000 Vollzeitarbeitsplätze, davon 11.000 in Deutschland. Die endgültigen Umsatzzahlen und den vollständigen Jahresabschluss will Praktiker am 29. März bekanntgeben. Im dritten Quartal hatte sich der Ergebnisrückgang bei Praktiker beschleunigt.
Am Aktienmarkt kamen jetzt verkündeten Zahlen nicht gut an: die im Kleinwertesegment SDax gelistete Aktie verlor im frühen Handel zeitweise mehr als fünf Prozent. (mit rtr)













