Baumarktpleite: Staatsanwaltschaften ermitteln gegen frühere Praktiker-Vorstände

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Im Fall Praktiker ermitteln nun Staatsanwaltschaften gegen ehemalige Vorstände des Unternehmens

von Henryk Hielscher

Gegen frühere Vorstände des Baumarktkonzerns Praktiker wird ermittelt.

Dabei geht es um die „mögliche strafrechtliche Relevanz eines kurz vor der Insolvenz veranlassten Abschlusses eines Beratervertrages“, bestätigte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Saarbrücken der WirtschaftsWoche.

Allein 2011 und 2012 wurden auf Konzernebene rund 43,2 Millionen Euro für externe Berater bezahlt. Bei der Insolvenzverwaltung sei nun eine detaillierte Auflistung aller seit 2011 geleisteten Zahlungen an Berater angefordert worden, heißt es laut WirtschaftsWoche im Umfeld des Unternehmens.

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Parallel überprüfen die drei beteiligten Insolvenzverwalter – Udo Gröner, Christopher Seagon und Jens-Sören Schröder – derzeit, ob und welche zivilrechtlichen Ansprüche im Zusammenhang mit Praktiker-Pleite geltend gemacht werden können. Von besonderem Interesse sei dabei zum einen die Rolle der Wiener Privatbank Semper Constantia und privater Investoren aus dem Umfeld der Bank bei der Vergabe eines Darlehens an Praktiker. Zum anderen dürften die Insolvenzverwalter all jene Honorare und Zahlungen im Detail prüfen, die im Zusammenhang mit der Hauptversammlung des Konzerns im Juli 2012 stehen. Dabei war eine Kapitalerhöhung beschlossen worden, gegen die es in der Folge mehrere Anfechtungsklagen gab. Unternehmensinsider vermuten, dass an die Kläger Zahlungen geleistet wurden, damit diese die Klagen zurücknehmen.

#Auch in Hamburg laufen Ermittlungen. Dort geht die Staatsanwaltschaft dem Verdacht der Insolvenzverschleppung durch drei frühere Konzernvorstände nach, bestätigte ein Sprecher der Behörde dem Magazin. Für die Gläubiger dürfte die juristische Aufarbeitung indes keine spürbaren Auswirkungen haben, selbst wenn es gelingt, Beratungshonorare zurückzufordern. Nach ersten Berechnungen der Insolvenzverwaltung stehen auf Konzernebene rund 4,5 Millionen Euro frei verfügbares Vermögen Forderungen von rund 975 Millionen Euro gegenüber.

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